Mehrere Amphoren aus dem römischen Schiffswrack vor dem Abschnitt Ses Fontanelles der Playa de Palma auf Mallorca sollen in den vergangenen Stunden aufgrund des Unwetters an die Küste gespült worden sein. Das führte laut www.cronicabalear.es zu einem Polizeieinsatz, nachdem gemeldet worden war, dass mehrere Personen einige dieser Fundstücke mitgenommen haben sollen und vom Ort flohen.
Sofort begaben sich am Mittwoch zahlreiche Streifenwagen der Nationalpolizei und der Guardia Civil in das Gebiet. Die Beamten mehrere Razzien in der Gegend durch, konnten jedoch weder Gegenstände noch die mutmaßlichen Täter ausfindig machen. Derzeit wird versucht herauszufinden, ob Teile der Fundstätte fehlen.
Inselrat treibt Projekt voran
Der Inselrat treibt das Projekt zur Bergung des römischen Schiffswracks weiter voran und schreibt den Auftrag für die Lieferung der Maschinen, Infrastrukturen und Ausrüstungen aus, die für die ordnungsgemäße Bergung des Schiffs und die anschließende Lagerung für die Konservierungs- und Entsalzungsprozesse erforderlich sind. Unternehmen, die sich bewerben möchten, haben bis zum 9. Februar Zeit.
Die Maßnahme ist ein wichtiger Schritt im Rahmen des Gesamtprojekts zum Schutz, zur Erforschung und Bewertung einer der bedeutendsten Unterwasserfundstätten im westlichen Mittelmeer, die aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. stammt.