In der Gemeinde Calvià im Südwesten Mallorcas hat sich am vergangenen Dienstag eine Verfolgungsjagd mit hoher Geschwindigkeit und Verletzten ereignet. Die aufsehenerregende Szene spielte sich in der bei Touristen beliebten Gegend Illetes ab. Die Lokalpolizei der Gemeinde nahm einen Motorradfahrer fest. Das meldet das Nachrichtenportal "Crónica Balear".
Der Vorfall begann gegen 16.45 Uhr, als ein Motorradfahrer in der Gegend rücksichtslos und in falscher Richtung fuhr. Plötzlich prallte das Motorrad gegen den Kleinbus einer Frau, die auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug der Frau aus seiner Spur gedrängt. Anstatt anzuhalten, um der Frau zu helfen, flüchtete der Motorradfahrer mit hoher Geschwindigkeit und löste damit eine Verfolgungsjagd der Polizei durch die Straßen der Ortschaft aus.
Die Flucht endete abrupt auf Höhe der Hausnummer 75 des Paseo de Illetes. In einer Kurve verlor der Mann die Kontrolle über sein Motorrad, prallte gegen den Bordstein und blieb auf dem Boden liegen. Die Beamten der Lokalpolizei von Calvià, die ihm dicht auf den Fersen waren, nahmen ihn am Unfallort fest.
Der Mann verletzte sich ebenso
Infolge der ersten Kollision erlitt die Fahrerin des Lieferwagens leichte Verletzungen an der Halswirbelsäule. Der Motorradfahrer wies seinerseits verschiedene Prellungen auf, die er sich beim Aufprall auf den Bordstein und dem anschließenden Sturz zugezogen hatte. Weitere Streifenwagen der Lokalpolizei und ein Krankenwagen eilten zum Unfallort. Die Sanitäter versorgten beide Unfallbeteiligten vor Ort, während die Beamten den Unfallbericht aufnahmen und den Festgenommenen nach dem Vorfall in Gewahrsam nahmen.
Ses Illetes gehört zwar zur Gemeinde Calvià, ist aber zeitgleich eine der beliebtesten Buchten von Urlaubern rund um Palma de Mallorca. Durch die gute Erreichbarkeit mit der städtischen Buslinie Nummer vier wird die kleine, aber malerische Bucht in der Hauptsaison nahezu täglich dicht bevölkert. Zu den Besuchern gehören gleichermaßen Einheimische und Touristen. Im Winter hingehen ist der Ort nahezu ausgestorben.