Auf Mallorca sind ein Mann und eine Frau in Palma de Mallorca wegen der Verbreitung intimer Inhalte einer Bekannten verurteilt worden. Wie die spanische Tageszeitung Ultima Hora berichtete, verhängte das Gericht Geldstrafen von 1260 Euro gegen den Mann und 1530 Euro gegen die Frau. Beide hatten gestanden, Fotos aus dem kostenpflichtigen Profil des Opfers auf der Plattform OnlyFans weitergegeben zu haben. Zusätzlich wurden sie verpflichtet, der Geschädigten 3000 Euro Entschädigung für immaterielle Schäden zu zahlen.
Die Vorfälle ereigneten sich zwischen Mai und September 2022. Der Mann stand zu dieser Zeit in freundschaftlichem Kontakt mit der Frau, zeitweise bestand auch eine sexuelle Beziehung. Dabei erfuhr er, dass sie auf OnlyFans ein kostenpflichtiges Profil betrieb, auf dem sie erotische Inhalte veröffentlichte.
Gericht: 1260 Euro Geldstrafe für den Mann, 1530 Euro für die Frau
Nach Angaben vor Gericht gewährte das Opfer dem Mann einen Monat lang kostenlosen Zugang zu ihrem Profil. Die Erlaubnis beschränkte sich jedoch ausdrücklich auf das Betrachten der Inhalte. Eine Speicherung oder Weitergabe der Aufnahmen war nicht gestattet.
Trotz dieser Einschränkung gelangte der Angeklagte an Fotos, auf denen die Frau sexuelle Handlungen mit einem anderen Mann vollzieht. Diese leitete er an die Mitangeklagte weiter. Sie wiederum verbreitete die Bilder über den Messenger-Dienst WhatsApp an weitere Personen.
Zusätzlich setzte die Frau das Opfer unter Druck. In mehreren Sprachnachrichten warnte sie vor möglichen Konsequenzen im beruflichen Umfeld und deutete an, dass Vorgesetzte bereits Kenntnis von den Aufnahmen hätten. Dabei stellte sie unter anderem die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen infrage und behauptete, Kollegen verfügten bereits über die Fotos. Das Gericht wertete das Vorgehen als Verstoß gegen das Recht auf Privatsphäre sowie als Weitergabe vertraulicher Inhalte. Beide Angeklagten bekannten sich schuldig.