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STEIGENDE BENZINPREISE

Interaktive Karten und Apps: Beim Tanken auf Mallorca lässt sich leicht Geld sparen

Der Zwischenstopp an der Zapfsäule hat sich seit Ausbruch des Krieges in Nahost deutlich verteuert. Doch Einsparungen sind ohne zu großen Aufwand durchaus möglich – wenn man weiß, wie.

Der Konflikt im und rund um den Iran macht sich allmählich an der Zapfsäulen bemerkbar | Foto: Pixabay/Engin Akyurt

| Palma de Mallorca |

Die Preise für Benzin und Diesel auf Mallorca schwanken teils erheblich – selbst zwischen Tankstellen, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen. Hauptgrund dafür sind nach Recherchen der MM-Schwesterzeitung "Última Hora" internationale Marktbewegungen sowie unterschiedliche Kosten- und Geschäftsstrategien der Betreiber.

Nach Auffassung verschiedener spanischer Medien hängt der jüngste Preisanstieg vor allem mit "Entwicklungen auf den globalen Energiemärkten" zusammen. Dazu zählen geopolitische Spannungen in wichtigen Förderregionen – etwa gegenwärtig in Nahost – und die schwankende Notierung der Nordseesorte Brent. Diese Volatilität schlage sich letztlich auch im Preis nieder, den Autofahrer an der Zapfsäule zahlen müssen.

Innerhalb Mallorcas zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Vergleichsweise günstige Preise finden Autofahrer häufig an Tankstellen am Stadtrand von Palma oder in Gemeinden im Inselinneren wie Inca, Manacor oder Sa Pobla. Deutlich teurer ist Kraftstoff dagegen oft in besonders stark frequentierten Lagen, etwa rund um touristische Zentren, am Flughafen oder im Stadtzentrum der Inselhauptstadt. Höhere Grundstücks- und Mietkosten spielten dort ebenso eine Rolle wie eine Nachfrage, die weniger stark auf Preisunterschiede reagiere, etwa bei Touristen oder Gelegenheitsfahrern.

Der Preis an der Zapfsäule setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Ausgangspunkt ist der Rohölpreis auf den internationalen Märkten. Hinzu kommen die Kosten für die Raffination, bei der das Rohöl zu Benzin oder Diesel verarbeitet wird. Einen großen Anteil machen zudem Steuern aus: In Spanien gehören dazu insbesondere die spezielle Mineralölsteuer sowie die Mehrwertsteuer. Zusammen machten diese Abgaben etwa die Hälfte des Endpreises aus, fass das Lokalblatt zusammen.

Weitere Kosten entstehen durch Transport und Logistik. Der Kraftstoff muss von den Raffinerien zu Lageranlagen und von dort zu den einzelnen Tankstellen gebracht werden. Je nach Entfernung und Organisation der Lieferketten kann dieser Posten unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.

Schließlich bestimmen auch die Betreiber selbst einen Teil des Preises. Mineralölgesellschaften und unabhängige Tankstellen kalkulieren ihre Margen nach eigener Marktstrategie. Dabei spielen Personalkosten, Wartung der Anlagen oder zusätzliche Dienstleistungen eine Rolle. Besonders günstige Tankstellen – häufig in Gewerbegebieten oder am Stadtrand – arbeiten oft mit geringeren Margen, um mehr Kunden anzuziehen.

Autofahrer können die Preisunterschiede inzwischen relativ leicht vergleichen. Das spanische Ministerium für den ökologischen Wandel (Ministerio para la Transición Ecológica) veröffentlicht täglich aktuelle Kraftstoffpreise sämtlicher Tankstellen des Landes im Internet. Zahlreiche Apps und Webseiten bereiten diese Daten auf, etwa in Form interaktiver Karten oder Suchfunktionen nach Orten. Nutzer können so in Echtzeit Preise vergleichen, günstigere Tankstopps entlang ihrer Route planen oder sich benachrichtigen lassen, wenn der Preis an einer bevorzugten Station sinkt. Einige Anwendungen berechnen sogar das mögliche Einsparpotenzial oder erlauben Filter nach Kraftstoffart und angebotenen Services.

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