Die Staatsanwaltschaft fordert sechseinhalb Jahre Haft für einen 41-jährigen Spanier, der beschuldigt wird, im Juli 2024 Frauen in einer Toilette des Flughafens von Palma de Mallorca gefilmt zu haben. Der Angeklagte, der bei einem privaten Transferunternehmen in Son Sant Joan arbeitete, filmte unter anderem eine Minderjährige. Die Nationalpolizei nahm ihn wenige Tage später fest.
Neben der Freiheitsstrafe muss der Mann auch mit einer zivilrechtlichen Entschädigung in Höhe von 5000 Euro für den immateriellen Schaden rechnen, den er einem der Opfer zugefügt hatte.
Handy im Aufnahmemodus in Papierkorb versteckt
Die Taten wurden an zwei Tagen im Juli 2024 begangen. Am 2. Juli gegen 14:20 Uhr betrat der Mann eine Damentoilette im Ankunftsbereich des Flughafens der balearischen Hauptstadt. Dort versteckte er sein Mobiltelefon im Aufnahmemodus in einem Papierkorb und gelangte so dazu, Bilder einer Frau, die die Toilette benutzte, auf seinem Gerät aufzunehmen und zu speichern.
Einige Tage später, am 7. Juli, kurz vor 14 Uhr, begab sich der Angeklagte in dieselbe Damentoilette und versteckte sich in einer der Kabinen. Er duckte sich und machte Aufnahmen von einem Mädchen, das zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig war und sich in der Kabine neben ihm umzog. Der Staatsanwaltschaft liegen keine Hinweise darauf vor, dass die vom Angeklagten in beiden Fällen aufgenommenen Fotos und Videos an Dritte weitergegeben wurden.