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Erst Zeche geprellt, dann Audi geklaut: Deutscher Urlauber flieht von Mallorca aufs Festland

Ein Tourist aus Deutschland soll in einem Hotel in Palma eine Rechnung von mehr als 6000 Euro hinterlassen und anschließend mit einem 40.000 Euro teuren Mietwagen Richtung Festland verschwunden sein. Im Hafen von Barcelona klickten die Handschellen

Auf einer Festlandfähre flüchtete der vermeintliche Betrüger nach Barcelona. Und wurde dort festgenommen. (Archivbild) | Foto: Balearia

| Mallorca |

Ein deutscher Urlauber hat auf Mallorca offenbar einen besonders teuren Abschied hingelegt – allerdings ohne zu bezahlen. Der Mann soll in einem Hotel im Zentrum von Palma de Mallorca eine Rechnung von mehr als 6000 Euro offen gelassen haben. Neben der unbezahlten Hotelrechnung soll er auch einen Mietwagen im Wert von rund 40.000 Euro nicht zurückgegeben haben – einen Audi, den er während seines Aufenthalts auf Mallorca gemietet hatte, und mit dem er anschließend aufs Festland floh. Nach Angaben der Polizei wurde der Tourist nach seiner Ankunft im Hafen von Barcelona festgenommen. Ermittler der spanischen Nationalpolizei werfen dem Mann Betrug und Unterschlagung vor.

Screenshot statt Überweisung

Auslöser der Ermittlungen war eine Anzeige des Hotelmanagers. Nach dessen Angaben hatte der Tourist Ende Februar mehrere Tage in dem Hotel übernachtet und dabei unter anderem hochpreisige Getränke an der Bar sowie aus der Minibar seines Zimmers konsumiert. So summierte sich schließlich eine Rechnung von mehr als 6000 Euro.

Als der Gast seinen Aufenthalt verlängern wollte, forderte das Hotel zunächst die Begleichung der offenen Rechnung. Der Mann schickte daraufhin einen Screenshot einer angeblichen Überweisung. Bei genauerem Hinsehen stellte der Hotelmanager jedoch fest, dass in der angezeigten Kontonummer mehrere Ziffern fehlten. Kurz darauf war der Gast verschwunden – ohne die Rechnung zu bezahlen.

Spur führt zur Fähre

Bei ihren Ermittlungen stellten Beamte der auf Wirtschaftsdelikte spezialisierten Einheit der Nationalpolizei fest, dass zusätzlich eine Anzeige einer Autovermietung vorlag. Dort war ein Audi im Wert von rund 40.000 Euro als unterschlagen gemeldet worden. Weitere Nachforschungen ergaben, dass der deutsche Tourist mit einer Fähre vom Norden Mallorcas nach Barcelona übergesetzt war. Die Ermittler informierten daraufhin ihre Kollegen im Hafen der katalanischen Metropole.

Als das Schiff anlegte, warteten dort bereits Beamte der Nationalpolizei. Der Mann wurde noch im Hafen festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen Betrugs und Unterschlagung ermittelt.

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