Ein deutscher Radfahrer ist auf Mallorca nach einem Herzstillstand während einer Tour nur knapp dem Tod entgangen. Der etwa 73 Jahre alte Mann brach am Freitagvormittag auf einer schwer zugänglichen Bergstraße im Nordosten der Insel zusammen. Einsatzkräfte der Ortspolizei von Artà sowie des Rettungsdienstes 061 konnten ihn nach langen Wiederbelebungsversuchen reanimieren und in kritischem Zustand in ein Krankenhaus bringen. Darüber berichtet zunächst die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora".
Nach Angaben der Rettungsleitstelle ging der Notruf gegen 11 Uhr beim Notrufdienst 112 ein. Der Mann sei mit einer Gruppe auf dem Weg zur Kapelle Ermita de Betlem unterwegs gewesen, als er auf der schmalen und kurvenreichen Straße Ma-3333 plötzlich über Schwindel geklagt habe. Er soll sich daraufhin auf einen Stein am Weg gesetzt haben, kurz darauf sei er zusammengebrochen.
Seine Begleiter hätten daraufhin auf Anweisung der Leitstelle telefonisch mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, bis die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Zunächst seien Streifen der örtlichen Polizei alarmiert worden, die ursprünglich von einem Verkehrsunfall ausgegangen seien, hieß es seitens der Behörden weiter. Vor Ort hätten die Beamten den Radfahrer "bewusstlos und ohne Puls vorgefunden" und sofort mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen.
Kurz darauf trafen Rettungskräfte des medizinischen Notdienstes 061 mit einer Notarztambulanz und einem weiteren Rettungswagen ein und übernahmen die Reanimation. Über "einen längeren Zeitraum" hätten Polizei und Sanitäter im Wechsel Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Schließlich sei ein halbautomatischer Defibrillator eingesetzt worden. Nach vier Stromstößen habe sich wieder ein schwacher Herzschlag feststellen lassen.
Der Patient sei anschließend stabilisiert worden. Wegen der schwer zugänglichen Lage und der wurde zusätzlich ein Rettungshubschrauber angefordert. Die Polizei sperrte die Landstraße zeitweise, um eine geeignete Landestelle für den Helikopter zu sichern.
Der Schwerverletzte wurde schließlich per Hubschrauber in das Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma geflogen. Dort werde sein Zustand weiterhin als "kritisch" beschrieben.