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Traumlage mit Blick auf die Kathedrale: Stadtverwaltung von Palma schenkt Bar am Parc de la Mar seit zwei Jahren die Betriebserlaubnis

Die Konzession des Lokals lief vor zwei Jahren ab und erst vor drei Monaten unternahm das Rathaus erste Schritte, um die Situation zu regulieren. Ein Bericht verteidigt die Bar

Von der Terrasse der Bar am Parc de la Mar hat man einen freien Blick auf die Kathedrale. | Foto: Pilar Pellicer

| Palma, Mallorca |

Idyllisch am Parc de la Mar von Palma de Mallorca gelegen, mit Blick auf die Kathedrale und auf der anderen Seite das Mittelmeer: Die dortige Bar weist einige Privilegien auf, die jeden Unternehmer begeistern. Jetzt wurde bekannt, dass ihre Konzession vor zwei Jahren endete und noch immer betrieben wird. Die Stadtverwaltung lässt die Bar kostenfrei wirtschaften.

Es handelt sich um eine 2003 unterzeichnete kommunale Konzession mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Sie lief somit 2023 aus. Der Vertrag zwischen der Stadtverwaltung und dem Konzessionsnehmer sah die Zahlung von insgesamt einer Million Euro in diesen zwei Jahrzehnten vor. Nachdem dieser Betrag beglichen war, zahlte das Unternehmen ab November 2023 keine Gebühren mehr, betrieb die Bar jedoch weiter. Und die Stadtverwaltung unternahm keinerlei Schritte, um die Situation zu regeln.

Erst im Dezember 2025 wurde gehandelt, nachdem der Betrieb mehr als zwei Jahre lang ohne Gebührenzahlung lief. Die Stadtverwaltung verabschiedete einen Beschluss, um den Fortbestand der Bar zu ermöglichen (sie bestätigt eine außerordentliche Verlängerung bis November 2026) und verlangt die Zahlung von 150.000 Euro (50.000 Euro pro Jahr, derselbe Preis wie in den vergangenen zwei Jahrzehnten).

Pflicht geklärt

Diese Entscheidung der Stadtverwaltung wurde auf der Grundlage eines Berichts getroffen, der von mehreren Beamten unterzeichnet wurde und der jedoch besonders hart mit dem Rathaus ins Gericht geht, während er das Vorgehen des Konzessionsnehmers als korrekt verteidigt. Der Bericht geht davon aus, dass das Recht zur Nutzung der Bar de facto erloschen war und dass die Stadtverwaltung die Pflicht hatte, das Unternehmen aus der Bar zu räumen.

Der Bericht prüft Argumente für und gegen die Fortführung des Betriebs. Die Rechtsabteilung weist darauf hin, dass der Betrieb einer Bar keinen öffentlichen Nutzen oder ein soziales Interesse erfüllt, sondern der Erzielung eines wirtschaftlichen Ertrags dient. Das Hauptargument für die Fortführung ist der Nachteil für die Arbeitnehmer, die unter normalen Nachfolgebedingungen das Recht hätten, übernommen zu werden und ihren Arbeitsplatz zu behalten.

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