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TOURISMUS

Trotz Krieg in Nahost und Osteuropa: Hoteliers blicken mit Optimismus auf die Ostertage

Zum Saisonauftakt rechnet der Branchenverband FEHM mit einer durchschnittlichen Bettenauslastung von "rund 70 Prozent" auf Mallorca. Sorgen machen der Branche die steigenden Treibstoffpreise.

Urlauber in der Inselhauptstadt Palma de Mallorca | Foto: J. Morey

| Palma de Mallorca |

Mallorcas Hoteliers rechnen für die Osterzeit mit eine Auslastung auf Vorjahresniveau: Nach Angaben aus der Branche stellt man sich auf eine durchschnittliche Auslastung von "rund 70 Prozent" ein. Trotz eines international angespannten Umfelds mit geopolitischen Unsicherheiten sieht der Branchenverband FEHM (Federación Empresarial Hotelera de Mallorca) die Insel weiterhin "gut positioniert".

Die Nachfrage nach Reisen nach Mallorca sei weiterhin "robust", zitiert die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" aus einer Mitteilung. Ausschlaggebend dafür seien vor allem die breitere Aufstellung bei den Herkunftsmärkten sowie ein "vielfältiges touristisches Angebot". Diese Faktoren trügen zu einer Stabilisierung der Buchungslage bei und stärkten die Wahrnehmung der Insel als sicheres und wettbewerbsfähiges Reiseziel.

Zum Saisonauftakt, den die Osterwoche traditionell einläutet, wird zudem eine hohe Zahl geöffneter Übernachtungsbetriebe erwartet: Rund 92 Prozent der Hotels sollen zu Ostern bereits Gäste empfangen – zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Entwicklung gilt als Hinweis darauf, dass sich die Saison "zunehmend ausdehnt" und weniger stark auf die Sommermonate konzentriert.

Regional zeigen sich leichte Unterschiede: In der Hauptstadt Palma wird eine Auslastung von etwa 86 Prozent prognostiziert. In anderen wichtigen Ferienorten wie Colònia de Sant Jordi, Alcúdia, Pollença, Sóller, Playa de Palma, Peguera, Palmanova-Magaluf und Playa de Muro bewegen sich die Erwartungen der Hoteliers zwischen 70 und 75 Prozent und damit nahe dem Inseldurchschnitt.

Gleichzeitig mahnt die Branche zur Vorsicht. Die internationale Lage bleibe "volatil", nicht zuletzt wegen der Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine. Diese könnten sich auf die globale Wirtschaft und die Mobilität auswirken, weshalb die Lage kontinuierlich beobachtet werden müsse. Man hoffe zugleich auf eine rasche Entspannung am Golf.

Die stellvertretende Vorsitzende des FEHM, María José Aguiló, hob die Bedeutung der Diversifizierung als Stabilitätsfaktor hervor, warnte jedoch gleichzeitig: "Die Entwicklung der einzelnen Märkte wird in hohem Maße vom geopolitischen Umfeld abhängen."

Sorgen bereitet den Unternehmen weiterhin die Kostenentwicklung. Vor allem steigende Treibstoffpreise belasteten den Luft- und Seeverkehr sowie die Versorgung der Insel mit Gütern insgesamt.

Über die aktuelle Saison hinaus will der Branchenverband einen strukturellen Wandel wahrgenommen haben: Die touristische Aktivität verteile sich zunehmend über das gesamte Jahr. Bereits heute sei jedes fünfte Hotel ganzjährig geöffnet. Im Februar seien vier von zehn Betrieben in Betrieb, im März sieben von zehn – ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im April erreiche die Öffnungsquote schließlich neun von zehn Hotels.

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