Die Regionalregierung will das U-Bahn-Netz von Palma de Mallorca um eine neue Linie, die M2, erweitern. Diese soll von der Plaza de España bis zu den Vororten Secar de la Real und Son Serra Perere führen. Dabei sollen unter anderem die bestehenden Haltestellen Jacint Verdaguer und Son Costa angehafren werden.
Hinter Son Costa wird die Strecke den Plänen zufolge vier neue Stationen haben, die wichtige Zonen der Stadt wie Son Hugo und Son Pardo miteinander verbinden, die in der Nähe von Verwaltungs- und Sportanlagen liegen und den Nutzern der künftigen Justizstadt den Zugang erleichtern sollen. Die geplante Linie soll auch den Gewerbepark Son Rossinyol ansteuern. Von dort aus geht es dem Vorhaben zufolge weiter zum Krankenhaus Son Espases.
Baubeginn im Jahr 2029 vorgesehen
Es ist vorgesehen, dass die Bauarbeiten im Jahr 2029 beginnen und nach Abschluss der Ausarbeitungs- und Ausschreibungsverfahren für die Bauprojekte etwa drei Jahre bis 2033 dauern werden. Die im Projekt ausgewählte Trasse sieht den Bau einer neuen, vollständig unterirdischen Infrastruktur mit einer Länge von etwa vier Kilometern vor.
Die neue Strecke wird insgesamt eine Länge von etwa sechs Kilometern haben, wobei der erste Abschnitt über drei bereits bestehende Bahnhöfe führen wird. Die Kosten belaufen sich auf 230 Millionen Euro; zusammen mit der Anschaffung der Züge steigt das Budget auf 300 Millionen Euro.
Wie die Präsidentin der Regionalregierung, Marga Prohens, am Mittwoch bei der Vorstellung betonte, „handelt es sich um eine zweite U-Bahn-Linie, die es uns ermöglichen wird, das Zentrum von Palma mit verschiedenen Stadtvierteln sowie Einrichtungen im Gesundheits-, Bildungs- und Sportbereich sowie Arbeitsstätten zu verbinden, ohne dabei Flächen zu beanspruchen“.
Auf Mallorca finden im kommenden Jahr Regionalwahlen statt. Sollten die regierenden Konservativen von der PP-Partei gegen die oppositionellen Sozialisten verlieren, dürfte das Metro-Projekt wohl nicht realisiert werden. Auch ein Zugprojekt nach Llucmajor und andere Pläne im Bahnbereich unter anderem in der Gegend von Alcúdia werden dann wohl nicht in Angriff genommen.