Die Regionalregierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat die definitive Entfernung des wohl berühmtesten Küsten-Pools auf dem Archipel verfügt. Es handelt sich um eine Konstruktion an der zur Gemeinde Son Servera gehörenden Costa dels Pins im Osten der Insel, die dem Besitzer der bekannten spanischen Zeitung "El Mundo", Pedro J. Ramirez, gehört.
Die Entscheidung wurde zunächst von der Generaldirektion für Küstenangelegenheiten in Madrid in Übereinstimmung mit dem Urteil des des obersten spanischen Gerichts Audiencia Nacional getroffen, das die Anordnungen des balearischen Umweltministeriums, die den Betrieb genehmigt hatten, für null und nichtig erklärte. Jetzt folgt die Regionalregierung dem Urteil.
Ein fast ewiges Hin und Her
Das Urteil der Audiencia Nacional wurde schon 2021 bekannt gegeben. Ein Jahr später legte der Sohn des Journalisten Berufung ein, doch diese wurde nicht zur Verhandlung zugelassen. Fünf Jahre später war es Pedro J. Ramírez selbst, der den Abriss der Anlagen beantragt hat, um den Vorgaben des Urteils nachzukommen, und er wird sich darum kümmern, die erforderlichen Genehmigungen einzuholen und die Abrissarbeiten durchzuführen.
Auf Mallorca und in ganz Spanien gibt es – anders als zum Beispiel in Italien – grundsätzlich keine privaten Strände, jedem muss der Zugang zum Meer immer möglich sein. Deswegen dürfen in der Regel keine privaten entstehen, die Bürgern den Zugang zum Meer versperren.