Die Gemeindeverwaltung von Artà auf Mallorca hat ein Sanktionsverfahren wegen eines Massenauflaufes in dem Ort eingeleitet. Ein Unternehmen, das touristische Rundgänge organisiert, hatte am zurückliegenden Dienstag einen Ausflug mit rund 900 Teilnehmern veranstaltet, ohne dafür eine Genehmigung beim Rathaus einzuholen. Darüber hinaus hatte der Anbieter das Gemeindebild mit Markierungen versehen, um den Urlaubern den Weg zu weisen.
Die Veranstaltung fand in großem Rahmen statt: etwa 900 Personen nahmen daran teil und die Route war vom Unternehmen beworben worden. Während des Ausfluges markierten die beauftragten Führer den Spazierweg, indem sie den Straßenbelag mit Graffiti besprühten. Darüber hinaus wurden 25 Aufkleber an Gemeindemobiliar und sieben Plakate an Verkehrsschildern dokumentiert.
Die Gemeindeverwaltung von Artà hat Maßnahmen ergriffen und ein Bußgeldverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet, das diese Touren organisiert. Nachdem eine Bürgerin an jenem Dienstag gemeldet hatte, dass Personen auf öffentlichen Straßen mit Sprühfarbe Graffiti anbrachten, konnten die Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung das betreffende Unternehmen identifizieren. Sie stellte fest, dass für diese Veranstaltung keine behördliche Genehmigung vorlag und dass die Organisation nicht einmal eine vorherige Anmeldung vorgenommen hatte.
Rathaus nimmt Verantwortliche in die Pflicht
Zu den Bußgeldverfahren kommen noch die Kosten für die Reinigungsarbeiten und die Entfernung der angebrachten Elemente hinzu. All dies wird von der organisierenden Firma verlangt; andernfalls wird die Gemeindeverwaltung die Arbeiten stellvertretend durchführen und ihr anschließend die Rechnung stellen.
Veranstaltungen wie diese sind typisch für den Frühjahr auf Mallorca: Das milde Wetter zieht Aktiv-Urlauber auf die Insel, die sich hier beim Wandern oder auf dem Fahrrad vergnügen. Aufgrund des hohen Menschenaufkommens und der Umweltauswirkungen ist die Empörung über solche Anlässe wiederholt groß.