Folgen Sie uns F Y T I R

Vorsicht Urlauber: An diesem Mallorca-Strand treiben Parkwächter ihr Unwesen

Die Lokalpolizei nahm jüngst drei junge Männer fest, die Autofahrer unter Druck gesetzt hatten. Diese geben den Anweisern oft Geld, um eine unangenehme Überraschung in Form eines Kratzers an der Karosserie zu vermeiden

Ähnlich wie auf diesem KI-generierten Bild trafen am zurückliegenden Donnerstag Parkwächter und Lokalpolizisten aufeinander. | Foto: Grok (KI)

| Palma, Mallorca |

An das Bild der Parkwächter, die strategisch günstig an den meistbesuchten Parkplätzen der touristischen Gemeinden Mallorcas postiert sind, haben sich viele Urlauber mittlerweile gewöhnt. Jedes Jahr, vor allem in der Hochsaison, stellen sich diese Personen – meist Männer – an den Eingang der Parkplätze, um einem einen Platz zu "suchen".

Sobald das Auto geparkt ist, geben viele Autofahrer den Anweisern eine Münze für deren Service, um eine unangenehme Überraschung in Form eines Kratzers an der Karosserie zu vermeiden, obwohl es sich oft um öffentliche Parkplätze handelt. Das Problem entsteht, wenn sie bei einer Ablehnung zu sehr auf ältere Menschen, Frauen mit Kindern und Touristen drängen.

Vor wenigen Tagen

Dieser Konflikt erlebte am zurückliegenden Donnerstag eine neue Eskalation auf dem Parkplatz des Stadtstrandes von Palma, Can Pere Antoni. Gegen 14.30 Uhr wurde eine Gruppe von drei jungen Männern algerischer Herkunft – alte Bekannte in der Gegend – von der Lokalpolizei angehalten, nachdem sie dabei beobachtet worden waren, wie sie Autofahrer unter Druck setzten. Das meldet das Nachrichtenportal "Crónica Balear".

Die Gruppe agiert organisiert: Immer ist einer als Wachposten im Einsatz, der Alarm schlägt, sobald ein Streifenwagen auftaucht. Als sie heute Nachmittag die Beamten sahen, rannten sie davon und verschwanden in den umliegenden Straßen. Da es sich jedoch um bekannte Gesichter handelte, gelang es den Beamten, sie aufzuspüren und zu identifizieren.

"Nein" zu Nötigung

Während des Einsatzes hat die Streife die Männer gewarnt: Freiwillige Spenden von Autofahrern sind in Ordnung, Nötigung unter Androhung von Gewalt – die eine Straftat darstellt – wird hingegen nicht toleriert. Doch sobald die Beamten weg waren, kehrten die drei Personen an ihre Plätze zurück und forderten weiterhin Geld von den Touristen.

Obwohl die Lokalpolizei im Jahr 2025 eine spezielle Einsatzgruppe ins Leben gerufen hat, um diesen Praktiken den Kampf anzusagen, sieht die Realität auf der Straße so aus, dass die Angst vor Vergeltungsmaßnahmen viele Autofahrer weiterhin dazu zwingt, für einen Platz allgemeinen Eigentums zu bezahlen. In diesem Umfeld kam es in Palma bereits zu gewalttätigen Zwischenfällen, wie zum Beispiel dem Übergriff im Jahr 2024, bei dem ein Parkwächter nach einem Streit mit einem Kollegen um die Kontrolle des Gebiets in der Gegend der Lonja bewusstlos wurde.

Zum Thema
Meistgelesen