Das städtische Versorgungsunternehmen von Palma de Mallorca, Emaya, hat ein Projekt zur Modernisierung der Wasserinfrastruktur im Stadtteil Santa Catalina gestartet. Mit einer Gesamtinvestition von 1.218.472 Euro zielt das Vorhaben darauf ab, die Trinkwasser- und Abwassernetze zu erneuern, um die Versorgungsqualität zu verbessern, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die ökologische Nachhaltigkeit der Inselgruppe zu fördern. Das meldet das Nachrichtenportal "Crónica Balear".
Die Arbeiten, die bereits begonnen haben, werden sich über einen Zeitraum von zwölfeinhalb Monaten erstrecken. Das Projekt umfasst das Gebiet zwischen der Allee Argentina und den Straßen Murillo, Caro, Aníbal und Servet. Insgesamt werden 1546,71 Meter Leitungen erneuert: 554,59 Meter neue Rohrleitungen im Trinkwassernetz und 992,12 Meter neues Abwassernetz.
Schon reichlich geflickt
Der Zustand der bestehenden Infrastruktur rechtfertigt die Dringlichkeit dieser Investition, da die Rohrleitungen aus dem Jahr 1986 stammen. Sie weisen aufgrund von Erosion und Alterung erhebliche Schäden auf, was die Wartungsteams in den letzten zehn Jahren zu 140 Notfalleinsätzen gezwungen hat: 116 Reparaturen im Abwassernetz und 24 im Wasserversorgungsnetz.
Um diese strukturellen Probleme zu beheben, wird Emaya die alten Faserzement- und Betonrohre durch moderne und widerstandsfähigere Materialien wie Polyethylen und PVC-U ersetzen. Diese Umstellung wird dem Stadtteil nicht nur eine robustere Infrastruktur verschaffen, sondern auch die Trinkwasserverluste drastisch reduzieren.
Bedürfnisgerechte Arbeiten
Die Sanierung wurde präzise auf die Bedürfnisse der einzelnen Straßen abgestimmt, da in einigen Abschnitten bereits zuvor Verbesserungen vorgenommen worden waren. In der Allee Argentina und der Straße Aníbal wird ausschließlich das Wassernetz erneuert, während in den Straßen Murillo, Caro und Servet das Abwassernetz ersetzt wird.
Zu Beginn der Arbeiten konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Straße Servet, weshalb die Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt bleibt. Emaya hat jedoch mitgeteilt, dass den Anwohnern jederzeit der Zugang zu ihren jeweiligen Privatparkplätzen gestattet ist, um die Belästigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.