Die Guardia Civil hat auf Mallorca einen 37-jährigen Rumänen festgenommen, der im Verdacht steht, hinter einer ganzen Serie von Diebstählen auf Golfplätzen der Insel zu stecken. Die Taten sollen sich zwischen 2025 und Anfang 2026 ereignet haben. Der Mann ging dabei besonders raffiniert vor: Er gab sich als Golfspieler aus, bewegte sich unauffällig auf den Anlagen – und nutzte gezielt günstige Momente, um zuzuschlagen.
Nach Angaben aus Justizkreisen wurde der Verdächtige bereits am vergangenen Montag festgenommen. Ermittler hatten ihn schon länger im Visier, doch seine häufigen Reisen erschwerten den Zugriff. Am Ende klickten dennoch die Handschellen. Am Dienstag wurde er zum Richter gebracht.
Er gab sich als Golfer aus
Die Masche des mutmaßlichen Täters hatte es in sich: Während sich seine Opfer auf ihr Spiel konzentrierten, entwendete er unbemerkt Wertgegenstände – darunter teure Luxusuhren, Bargeld und Kreditkarten. Besonders dreist: Mit den gestohlenen Karten führte er noch vor deren Sperrung Transaktionen durch. Über ein tragbares Kartenlesegerät schleuste er Geld auf das Konto eines Unternehmens in Rumänien – ein Vorgehen, das ihm nun zusätzlich den Vorwurf der Geldwäsche einbringt.
Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Mann nicht allein handelte. Vielmehr soll er Teil einer organisierten Bande gewesen sein, die sich auf Diebstähle in exklusiven Golfanlagen spezialisiert hat. Besonders aktiv war die Gruppe offenbar in den Gemeinden Calvià, Andratx und Llucmajor.
Für die Guardia Civil ist der Fall damit noch nicht abgeschlossen. Die Fahnder gehen davon aus, dass weitere Mitglieder der Bande weiterhin auf freiem Fuß sind – und setzen alles daran, auch diese ausfindig zu machen. Die Gruppe gilt unter den Ermittlern als besonders mobil und professionell organisiert.