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Airports & Airlines

Dauerhaftes Flugverbot droht: Mallorca-Airline verbietet das filmen mit dem Smartphone an Bord!

Die Fluggesellschaft hat ihre Beförderungsbedingungen verschärft: Wer Crewmitglieder ohne deren Einverständnis fotografiert oder filmt, riskiert ernsthafte Konsequenzen

Im Flieger heimlich filmen? Bei British Airways ist das verboten!. | Foto: KI/ChatGPT

| Palma, Mallorca |

Wie das Luftfahrt-Fachportal Aerotelegraph berichtet, sollten Passagiere bei der auch Mallorca anfliegenden Fluggesellschaft British Airways künftig besonders vorsichtig mit Handy und Kamera umgehen. Die Airline hat ihre Beförderungsbedingungen verschärft – und das hat es in sich: Wer Crewmitglieder ohne deren Einverständnis fotografiert oder filmt, riskiert ernsthafte Konsequenzen.

Noch vor wenigen Jahren war Fliegen gleichbedeutend mit digitaler Auszeit. Über den Wolken blieb das Handy stumm, Nachrichten mussten warten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Immer mehr Fluggesellschaften rüsten ihre Maschinen mit schnellem Internet aus – Streaming, Chatten und Social Media inklusive. Auch an Bord wird das Smartphone damit zum ständigen Begleiter.

Hinweise sollen vor dem Start erfolgen

Genau hier setzt British Airways nun an. In einer neuen Bordansage sollen Passagiere künftig vor dem Start darauf hingewiesen werden, dass Aufnahmen der Crew ohne Erlaubnis tabu sind. Der Hintergrund: Eine Aktualisierung der Allgemeinen Beförderungsbedingungen, genauer gesagt des Abschnitts zum "unangemessenen Verhalten".

Und die Formulierung lässt wenig Spielraum. Wer heimlich filmt, fotografiert oder sogar live überträgt – egal ob mit Handy, Tablet oder moderner Smart-Brille – muss damit rechnen, dass die Airline "alle angemessenen Maßnahmen" ergreift. Im Klartext: Im schlimmsten Fall wird man noch vor Abflug aus dem Flieger gebeten, Anschlussflüge verfallen ersatzlos, und sogar ein dauerhaftes Flugverbot kann ausgesprochen werden. Auch eine Meldung an Behörden ist möglich.

Warum die britische Airline jetzt durchgreift, bleibt offen. Beobachter vermuten jedoch, dass die zunehmende Digitalisierung an Bord eine Rolle spielt. Mit der Möglichkeit zum Livestreaming wächst auch die Gefahr, dass Persönlichkeitsrechte verletzt werden – oft ganz ohne böse Absicht.

Ganz allein steht British Airways mit dieser Regelung übrigens nicht da. Auch andere große Airlines wie Air France oder KLM gehen inzwischen ähnlich vor. Für Urlauber auf dem Weg nach Mallorca heißt das: Lieber den Sonnenuntergang aus dem Fenster filmen als die Crew beim Service. Dann bleibt die Reise entspannt – und der Rückflug gesichert.

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