Am Morgen bleibt der Wecker stumm. Stattdessen weckt einen das leise Zwitschern der Vögel und eine noch frühlingshaft frische Meeresbrise, die durch die leicht geöffnete Balkontür ins Zimmer strömt. Könnte so der perfekte Urlaubstag beginnen? Ein Ort, an dem sich dieser fast schon paradiesische Traum eines solchen Ferientages besonders gut entfaltet könnte, ist der Robinson Club Serena im Osten der Insel. Direkt an der traumhaften Bucht Cala Serena gelegen, erstreckt sich das rund 120.000 Quadratmeter große Areal entlang einer malerischen Meereshalbinsel, mit einer feinsandigen Bucht, die wie ein natürliches Postkartenmotiv wirkt.
An diesem idealen Urlaubsmorgen führt der Weg vom gemütlichen Zimmer, untergebracht in einem der Gästehäuser mit dem Namen "Sant Joan", in Richtung Hauptrestaurant. "Sant Joan" ist dabei nur eine von mehreren Wohneinheiten – die übrigen Häuser tragen die Namen mallorquinischer Gemeinden wie "Llucmajor", "Campos" oder "Deià". Nach einem reichhaltigen Frühstück – wahlweise ayurvedisch inspiriert oder klassisch deftig mit Rührei und Serrano-Schinken – beginnt der aktive Teil des Tages. Denn der Club ist wie geschaffen für Sportbegeisterte, die hier ideale Bedingungen finden, um sich auszupowern und den Urlaub zugleich aktiv und erholsam zu gestalten.
Nicht nur Spitzensportler oder gestresste Manager kommen hierher, um sich sportlich auszutoben. Auch ganz normale Familienväter sieht man regelmäßig auf der Anlage. Viele Gäste kennt man bereits vom Sehen oder kurzen Gesprächen und begrüßt sich selbstverständlich per Du. Dieses lockere Duzen, das auch von den Mitarbeitern am Empfang und sogar von Clubdirektorin Tina Grünold gepflegt wird, prägt den freundlichen Umgangston auf der gesamten Clubanlage und vermittelt das Gefühl eines kleinen Urlaubsdorfs.
Zwischen Meeresrauschen und Mojito
Ob am Morgen eine Runde Beach-Volleyball, eine Trainingseinheit auf dem hochwertigen Canyon-Rennrad, ein Tennismatch auf einem der zehn Courts oder doch lieber eine Runde Padel auf einem der drei Plätze – die Auswahl ist vielfältig. Ebenso gut kann man sich für eine Privatstunde beim Golflehrer des Clubs, Atakan Yildiz entscheiden. Auf der weitläufigen Golf-Übungsanlage mit Driving Range und Kurzspielbereich zeigt er Gästen an dem Morgen den perfekten Schlag. Der Golf-Prof Yildiz erklärt: "In der Hochsaison werden hier täglich bis zu 8000 Bälle geschlagen. Unsere Gäste können hier auch die Platzreife erwerben." In den Monaten November bis März ist zudem der Transfer zu fünf Golfplätzen im Südosten inklusive. Nach dem Golfen bietet sich vielleicht eine Fitness-Einheit mit Personal Trainer im Gym an oder ein kreatives Auspowern im Atelier des Künstlers Jörg Schreiber, ganz nach dem Motto "Jeder kann malen", bei dem Gäste selbst zum Pinsel greifen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Wenn einen am Mittag der Hunger packt, kann man sich in einem der drei Spezialitätenrestaurants kulinarisch verwöhnen lassen. Alternativ genießt man die Gaumenfreuden im Hauptrestaurant unter der Leitung von Küchenchef Martiniano Barrera. Dieser sagt: „Heute gibt es spanische Küche im Angebot, jedoch haben wir jeden Tag ein anderes Konzept mit wechselnden Themenbuffets. Heute kochen wir mit meinem Team für 600 Gäste." Am Nachmittag kann man es etwas ruhiger und entspannter angehen lassen. Auf dem Programm stehen zum Beispiel ein Mojito auf einer Beachliege bei Barkeeper Martin Mora in der "Vista Mar"-Bar oder ein Besuch im Sauna- und Spa-Bereich, wo auch Massagen gebucht werden können. Lisa Kühn, Leiterin der Wellfit-Spa-Abteilung, erklärt: "Unser Wellness- und Spa-Bereich umfasst eine Fläche von 2000 Quadratmeter mit einem breitgefächerten Angebot an verschiedenen Saunen und Spa-Treatmeants."
Wer noch mehr von der Unterwasserwelt entdecken möchte, kann beim "Dive Center Mallorca", das sich direkt auf dem Clubgelände befindet, eine Bootstour mit Schnorcheln in malerischen Buchten buchen. Einmal pro Woche werden auf der Plaça Major des weitläufigen Geländes am Abend Cocktails serviert, wobei so mancher Alleinreisende schnell Anschluss findet. Später werden die neu angekommenen Gäste bei der "ROBCarpet Night" im Clubtheater festlich begrüßt und die abreisenden Gäste von Direktorin Tina Grünold und ihrer Kollegin verabschiedet, bevor eine Show mit beeindruckenden Tanzdarbietungen den Abend abrundet.
Drei Fragen an Clubdirektorin Tina Grünold
Mallorca Magazin: Frau Grünold, Sie sind seit Herbst 2018 Clubdirektorin der Ferienanlage Cala Serena. Was hat sich im Laufe der Zeit verändert?
Tina Grünold: Nachhaltigkeit ist bei uns ein zentrales Prinzip und prägt den gesamten Betrieb. Wir setzen auf Photovoltaik und Solarenergie, betreiben eine eigene Meerwasseraufbereitungsanlage und arbeiten mit einem geschlossenen Wasserkreislauf. Ergänzt wird dies durch Geothermie und moderne Wärmepumpen auf dem Weg zu "Zero Emissions". Unsere Mobilität ist vollständig elektrisch – vom Dienstwagen bis zu Golf Carts. Auch unsere Küche basiert ausschließlich auf Induktion. Zugleich sind wir längst kein Saisonbetrieb mehr: Der Club ist 365 Tage im Jahr geöffnet, mit durchgehend hoher Auslastung und rund 160.000 Übernachtungen jährlich.
MM: Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Ihnen aus?
Grünold: Sehr abwechslungsreich. Ich bin viel im Club unterwegs und komme dabei auf bis zu 12.000 Schritte am Tag (schmunzelt). Mein Alltag besteht aus Organisation, Mitarbeiterführung, Strukturierung und dem direkten Gästekontakt. Ich bin viel im Austausch mit meinem Team und den Abteilungsleitern, wir planen gemeinsam, führen Meetings und sorgen dafür, dass alles gut organisiert ist. Genauso wichtig sind die Rundgänge und der persönliche Kontakt zu Gästen und Mitarbeitern.
MM: Welche Rolle spielt Ihre Familie in Ihrem anspruchsvollen Alltag?
Grünold: Seit 1998 arbeite ich bei ROBINSON, zwischendurch mit einer kleinen Unterbrechung in der klassichen Hotellerie. Darüber hinaus bin ich seit fast 30 Jahren im Tourismus tätig, davon etwa 20 Jahre im Management. Mallorca ist durch meine Familie zu einer zweiten Heimat geworden. Ich lebe mit meinem Mann und unseren zwei Kindern (10 und 13) auf der Clubanlage, da wir Direktoren für den Ernstfall auf der Anlage wohnen.