Die spanische Verkehrsleitzentrale DGT weist darauf hin, dass die Nutzung des Mobiltelefons während der Fahrt einen schweren Verstoß darstellt, selbst wenn das Gerät in einer Halterung befestigt ist. Die Vorschriften sind eindeutig: Es ist zu keinem Zeitpunkt erlaubt, das Telefon zu berühren, auch nicht, wenn das Auto an einer Ampel oder im Stau steht. Die Strafe kann 200 Euro betragen, wenn das Gerät in der Hand gehalten wird, oder 200 Euro, wenn es in der Halterung bedient wird.
„Das Mobiltelefon ist ein weiteres technisches Gerät, das das Unfallrisiko erheblich erhöht. Die Verwendung einer Freisprecheinrichtung für Telefongespräche ist vorgeschrieben. Doch selbst bei deren Nutzung geht die Konzentrationsfähigkeit am Steuer weitgehend verloren. Studien zeigen, dass Autofahrer nach einem Gespräch von mehr als drei Minuten über die Freisprecheinrichtung 40 Prozent der Signale nicht wahrnehmen, die Geschwindigkeit in der Regel sinkt und die Reaktionszeit länger ist“, warnt die DGT vor der Nutzung des Mobiltelefons.
Handys lenken mehr ab als Müdigkeit
Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass für 90 Prozent der spanischen Autofahrer das Handy die Hauptablenkung am Steuer darstellt, gefolgt mit etwas Abstand von Müdigkeit (65 Prozent), aggressivem Fahrverhalten (57 Prozent), der Nutzung des Navigationsgeräts (38 Prozent), das Nachdenken über andere Dinge (28 Prozent) sowie Essen oder Trinken (25 Prozent) und weitere Faktoren.
Was die gefährlichsten Ablenkungen im Zusammenhang mit dem Handy betrifft, erstellt die Studie eine Rangliste nach absteigendem Risiko: an erster Stelle steht das Schreiben von SMS oder WhatsApp-Nachrichten; an zweiter Stelle das Lesen von Nachrichten oder die Suche nach Informationen auf dem Handy; an dritter Stelle das Fotografieren oder Aufnehmen von Videos; an vierter Stelle das Lesen von SMS oder WhatsApp-Nachrichten; an fünfter Stelle das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung; an sechster Stelle das Abfragen des Navigationssystems; und an siebter Stelle das Auswählen von Musik.