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Schon über 60 Stück! Invasion von Wohnmobilen in Meeresviertel von Palma

Grund ist die akute Wohnungskrise auf der Insel. Die Anwohner der Gegend sind zunehmend genervt

Wohnmobile in einer Straße in Ciutat Jardí. | Foto: Ultima Hora

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Die Zahl der Wohnmobile in dem zu Palma de Mallorca gehörenden Viertel Ciutat Jardí wird immer größer. „Das Viertel Ciutat Jardí erlebt derzeit eine Phase der Unsicherheit, und wir fürchten Vergeltungsmaßnahmen seitens der Wohnwagenbewohner“, versichert Inmaculada, die Vorsitzende des Nachbarschaftsvereins.

Erst kürzlich forderte sie vom Stadtrat für Bürgersicherheit, Llorenç Bauzá, eine Lösung für die Probleme, die durch die üblen Gerüche verursacht werden. Hinzu kommt eine im Viertel empfundene Unsicherheit. „Ich habe große Angst, dass mein Kind entführt oder mein Haus ausgeraubt wird“, fügt sie hinzu.

Schon 67 Wohnmobile auch in Cala Gamba

Der Vorsitzende des Nachbarschaftsvereins von Coll d’en Rabassa, Joan Forteza, äußert sich ebenfalls zu dieser Situation und betont insbesondere, dass sich dieses Phänomen erst vor relativ kurzer Zeit auf bestimmte Gebiete wie den Carrer de Torre d’en Pau oder Cala Gamba ausgeweitet hat, wo die Zahl der bisher gezählten Wohnwagen bei 67 liegt. Die Straßen sind sehr eng und haben ein ständiges Parkplatzproblem, was einer der Gründe ist, warum die Zunahme dieser Wohnwagen das Image der Gegend besonders beeinträchtigt, hinzu kommen die Auswirkungen auf die Umwelt und das Zusammenleben.

Notdurft zwischen den Müllcontainern

Inmaculada erzählt, dass sie, wenn sie die Haustür öffnet, sechs oder sieben Wohnwagen in erster Reihe vorfindet und dass einige von ihnen „ihr Abwasser entsorgen oder die öffentlichen Duschen in der Gegend zum Waschen nutzen und sogar Wasser daraus entnehmen. Es ist schon vorgekommen, dass sie ihre Notdurft zwischen den Müllcontainern verrichten“.

Mateo Nadal, ein Anwohner der Gegend, erklärt: „Es ist für die Anwohner hier nicht sehr angenehm, wenn ein Wohnwagen vor ihrem Haus geparkt ist. Außerdem ist das Parken schwierig, da sie viele Stellplätze belegen.“ Angesichts der Möglichkeit, einen eigenen Platz für sie zu schaffen, sagt er: „Das sind Dinge, die man gut durchdenken muss, denn jeder hat seine eigenen Probleme.“

Luisa Tomás fügt hinzu: „Die Leute können sich die Mieten nicht leisten und verdienen deshalb einen Platz; es wäre sinnvoll, ein Grundstück herzurichten, damit sie ihre Einrichtungen haben.“ Musima Sarayba Llamas sagt: „Es stört mich nicht, dass Menschen ohne Wohnung hier sind, da die Mieten sehr hoch sind.“ Nora Moyá Sarayba fügt hinzu: „Im Sommer ist es sehr schwierig, einen Parkplatz zu finden.“ Carmen Llamas Nieto kommt zu dem Schluss: „Es ist sehr kompliziert und muss gründlich geprüft werden.“

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