Auf den ersten Blick wirkt Fornalutx wie ein Ort, an dem die Zeit ein wenig langsamer vergeht. Gerade einmal rund 700 Einwohner zählt das idyllische Dorf im Tramuntana-Gebirge. Doch genau hier, zwischen engen Gassen und dem allgegenwärtigen Blick auf die Berge, begann die Fußballgeschichte von Maximilian Redden – einem der spannendsten jungen Talente beim Fußballklub CF Sóller. Der 18-Jährige ist fest auf Mallorca verwurzelt und gleichzeitig eng mit Deutschland verbunden. "Ich bin in Fornalutx geboren und habe hier immer gelebt. Ich liebe die Insel und meine mallorquinischen Wurzeln", erzählt Redden.
Seine familiären Bande reichen jedoch weit über das Mittelmeer hinaus: Sein Vater, Sebastian Redden, geboren in den USA, ist aber in München aufgewachsen. Auch Gabriella, seine Großmutter väterlicherseits, ist Deutsche, und die Verbindung zur deutschen Familie ist bis heute eng. "Zu Hause sprechen wir Deutsch mit meinem Vater und meiner Großmutter", sagt Redden. Gleichzeitig ist seine Mutter Deutsch- und Englischlehrerin, während im Alltag mit der mallorquinischen Familie Catalán gesprochen wird – eine echte Mehrsprachigkeit, die den jungen Fußballer prägt. Seine fußballerische Ausbildung begann klassisch: auf der Straße. "Ich bin hier aufgewachsen und habe immer draußen Fußball gespielt", erinnert sich Redden. Heute steht er dort, wo viele junge Spieler aus kleinen Orten hinträumen – im ersten Team seines Heimatvereins CF Sóller. Aktuell spielt die Mannschaft in der División de Honor Mallorca (6. Liga) und belegt einen starken vierten Tabellenplatz.
Dabei verlief der Weg in die erste Mannschaft schneller als erwartet. Zu Beginn der Saison lief Redden noch für die A-Jugend auf, ehe Trainer Luis Espinoza ihn im Oktober in den Kader der ersten Mannschaft berief. Sein Debüt bleibt ihm bis heute besonders im Gedächtnis: "Das war ein ganz spezieller Moment. Ich war nervös und voller Vorfreude. Wir haben zwar verloren, aber für mich war es unvergesslich. Anfangs war ich aufgeregt, aber mit der Zeit wandelte sich diese Nervosität in Stolz und vor allem positive Überraschung, als ich merkte, dass alles gut lief und ich weiterhin Teil des Teams sein konnte."
Seitdem hat er sich Schritt für Schritt etabliert. Ursprünglich als Außenverteidiger ausgebildet, zeigt Redden mittlerweile seine Vielseitigkeit und belegt aktuell die Position als Innenverteidiger. Besonders unter dem neuen Trainer Santiago Miralles konnte er sich fest in der Mannschaft verankern und kommt regelmäßig zum Einsatz.
Neben dem Fußball arbeitet Redden als Maler – ein Alltag, der zeigt, wie bodenständig der junge Spieler geblieben ist. Der Sprung in höhere Ligen ist kein Muss, sondern eher ein möglicher Bonus. "Mein Ziel habe ich eigentlich schon erreicht – ich spiele in der ersten Mannschaft meines Dorfes. Das bedeutet mir sehr viel", sagt er ehrlich.
Dennoch hat Redden klare Ambitionen. Für die laufende Saison steht vor allem der sportliche Erfolg des Teams im Fokus. CF Sóller kämpft darum, aus der Saison das Optimum herauszuholen und die Chance auf die Play-Offs zu wahren. Redden will dazu seinen Beitrag leisten: "Ich möchte mich weiterentwickeln, dem Team helfen und ein wichtiger Spieler werden."