Die Balearen-Regierung auf Mallorca kommt nach der Untersuchung eines Sushi-Restaurantes an der Playa de Palma zu dem Schluss, dass in dem Lokal nicht lebensmittelsicher gearbeitet wurde. Sechs unterschiedliche Inspektoren hatten das Restaurant seit dem August des zurückliegenden Jahres untersucht. In erster Linie kritisieren sie, dass in der Küche wiederholt stundenlang gekochter Reis aufbewahrt wurde.
Das Lokal wurde im November 2025 geschlossen und befand sich an der Straße Marbella in Arenal. Rund 60 Gäste hatten dort eine Lebensmittelvergiftung davongetragen, wegen der sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Experten zufolge soll ein salmonellenbelastetes Ei für den Notfall verantwortlich gewesen sein.
Was die Inspektoren vorfanden
In einer der Inspektionen stellten die Beamten fest, dass Tortillas in Chargen von 50 Stück in schmutzigen Behältern gebacken worden waren und dann zwei Tage lang liegen gelassen worden waren. Ein anderes Mal wurden Proben von Reis im Freien gefunden, die seit 19 Stunden zubereitet waren.
Der aus den Untersuchungen resultierende Bericht stuft die Vorfälle als sehr schweren Verstoß gegen die Lebensmittelsicherheit ein und schlägt eine hohe Strafe vor, deren Bestätigung noch aussteht. Parallel zum Verwaltungsverfahren wird gegen die Verantwortlichen des Lokals wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Ein Untersuchungsgericht in Palma beschäftigt sich mit dem Fall.