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Tramuntana-Gebirge in Rennstrecke verwandelt: Anwohner fordern Schutz und Kontrollen

Am vergangenen Wochenende machten zahlreiche Zweiradfahrer die Landstraße MA-10 unter anderem mit verdeckten Nummernschildern und Geschwindigkeitsüberschreitungen unsicher

Am vergangenen Wochenende war die MA-10 im Tramuntana-Gebirge voll.

| Tramuntana-Gebirge, Mallorca |

Am vergangenen Wochenende genossen Hunderte Motorsportfans auf Mallorca im Tramuntana-Gebirge den Fahrtwind und das Panorama. Sie durchquerten die Landschaft auf ihren Zweirädern anlässlich der beiden Veranstaltungen "Puig Major Revival" und "50. Volta Internacional a Mallorca en Moto". Bei den Anwohnern der Landstraße MA-10, auf der die Ausflügler unterwegs waren, ist das Spektakel nicht auf Gefallen gestoßen.

Die Gruppe versichert in einer Erklärung, dass die Anwohner der Gegend einen Großteil des Samstags in ihren Häusern bleiben mussten, da die MA-10 wegen des Autorennens zwischen 8 und 19.30 Uhr komplett gesperrt war. Wie sie beklagen, hatten die Anwohner "keine Möglichkeit, das Haus zu verlassen, nicht einmal in medizinischen Notfällen".

Die Plattform behauptet zudem, dass sich die Situation am Sonntag durch den Durchzug von "Tausenden von Motorrädern" noch verschlimmert habe. In diesem Zusammenhang gibt sie an, zahlreiche schwere Verstöße festgestellt zu haben, wie Motorräder ohne Kennzeichen oder mit verdecktem Nummernschild, Lärm- und Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überholen auf durchgehender Linie und anderes gefährliches Verhalten gegenüber Anwohnern, Radfahrern und Besuchern.

Besonderer Status

Die Initiative kritisiert zudem die "fehlende Reaktion" der Verkehrspolizei der Guardia Civil trotz der Anrufe von Anwohnern, die auf die Situation aufmerksam machten. Die Gruppe erinnert daran, dass es sich bei dem Tramuntana-Gebirge um ein zum Weltkulturerbe erklärtes Gebiet handelt. Dass die Straße stundenlang in eine Rennstrecke verwandelt worden sei, behindere die Mobilität der Anwohner und gefährde ihre Sicherheit.

Daher fordern die Nachbarn von den zuständigen Behörden eine dringende Überprüfung der Genehmigungen für solche Veranstaltungen sowie "echte und strenge" Kontrollen hinsichtlich Geschwindigkeit, Lärm und Fahrzeugpapieren und ein "zügiges und verhältnismäßiges" Vorgehen der Guardia Civil bei den gemeldeten Verstößen. "Die MA-10 ist keine Rennstrecke. Es ist eine Bergstraße, an der Familien leben, die Respekt, Schutz und ein sicheres Zusammenleben verdienen", heißt es abschließend.

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