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Massifizierung

Volles Mallorca: Einwohner-Aufstand gegen Lärmhölle in Partyvierteln von Palma

Genervte Bürger präsentierten Plakate mit der Aufschrift "Lärm ist Folter"

Die Protestler präsentierten die Kampagne am Montag. | Foto: Ultima Hora

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Viele Anwohner der Trendviertel Santa Catalina und Es Jonquet in Palma de Mallorca sind angesichts ständiger auch nächtlicher Ruhestörungen mit den Nerven am Ende. Deswegen forderten sie am Montag öffentlich einen Stopp bei der Erteilung neuer Lizenzen für Bars und Restaurants in lärmbelasteten Gebieten.

Der Nachbarschaftsverein „Barri Cívic Santa Catalina-Es Jonquet“ startete gemeinsam mit anderen Anwohnerorganisationen eine Aufklärungskampagne mit Plakaten unter dem Motto „Lärm ist Folter“. Nun fordern sie die Vertreter der Stadtverwaltung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um das Lärm-Problem anzugehen, den „Epizentren des unkontrollierten Nachtlebens in Palma“.

Ruf nach weniger Barterrassen

In einer Erklärung fordert der Verein „eine umfassende Kontrolle der bestehenden Lizenzen“ und „die Bestätigung, dass die Lokale die ihrer Lizenz entsprechende Tätigkeit ausüben und alle Vorschriften der Lärmschutzverordnung einhalten (Schallisolierung der Räumlichkeiten, Doppeltüren, geschlossene Fenster, Einhaltung der Kapazitätsgrenzen und alles, was dazu beiträgt, dass der Lärm nicht aus dem Lokal auf die Straße oder in die umliegenden Wohnungen dringt)“.

Darüber hinaus fordern sie „die Aussetzung neuer Genehmigungen für die Nutzung öffentlicher Flächen durch Terrassen in Gebieten mit Lärmproblemen oder Lärmbelastung“. Eine weitere von ihnen vorgeschlagene Maßnahme ist „die Kontrolle bestehender Genehmigungen, wobei die Nutzung ohne Genehmigung oder die Überschreitung der zulässigen Grenzen mit Strafen geahndet werden soll“.

Zu den Maßnahmen, die sie dem Stadtrat vorschlagen, gehört zudem „die Aussetzung jeglicher Genehmigungen für neue Veranstaltungen mit Musik oder Konzerten auf öffentlichen Plätzen, Plätzen oder in Parks in lärmbelasteten Gebieten. Nicht unbedingt müssen alle Aktivitäten im öffentlichen Raum Musik beinhalten“.

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