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Aufruhr im Ferienparadies auf Mallorca: Bauherr muss halbfertiges Sommerhäuschen abreißen

Die Gemeindeverwaltung von Muro hat beschlossen, dass der Mann sein Projekt rückgängig machen soll, da er nicht über die nötige Genehmigung verfügt

So sieht der Bau in der Siedlung "Ses Casetas de Capellans" aktuell aus.

| Muro, Mallorca |

Die Gemeindeverwaltung von Muro auf Mallorca hat am vergangenen Montag beschlossen, den Abriss eines im Bau befindlichen Sommerhäuschens in der Feriensiedlung "Sa Caseta de Capellans" anzuordnen. Der Bauherr hatte im zurückliegenden Jahr auf dem Grundstück ein altes Sommerhäuschen abgerissen und an dessen Stelle den Bau des aktuell entstehenden Sommerhäuschens begonnen. Dies führte zum Entzug der Nutzungsgenehmigung für dieses Sommerhäuschen, was in der Gemeinde große Kontroversen auslöste, da es zuvor noch nie einen ähnlichen Fall gegeben hatte.

Im Jahr 2025 erfuhr die Gemeindeverwaltung von Muro aufgrund einer Anzeige der Umweltorganisation GOB, dass eines der rund 140 Ferienhäuser in Capellans vollständig abgerissen worden war, um an seiner Stelle ein völlig neues zu errichten. Daraufhin ordnete sie die Einstellung der Bauarbeiten an, und die Lokalpolizei versiegelte den gesamten Grundstücksbereich. Hier begann ein nicht unumstrittenes Verfahren über die Folgen dieser Initiative. Schließlich beschloss die Gemeindeverwaltung von Muro, beraten von einer externen Rechtskanzlei, dem Anwohner, der zunächst den Abriss der Hütte und anschließend deren Wiederaufbau vorangetrieben hatte, die behördliche Genehmigung zur Nutzung dieses Grundstücks zu entziehen.

Das sagt der Bürgermeister

"Die Entscheidung [über den Anordnungsbeschluss] stützt sich auf die entsprechenden Rechtsgutachten, die zum einen die ohne Genehmigung durchgeführten Bauarbeiten betreffen, und zum anderen wird ein weiteres Verfahren wegen Verletzung der Absperrung der Lokalpolizei eingeleitet", erklärt der Bürgermeister, Miquel Porquer.

Da der Sommerort "Ses Casetes des Capellans" ein kommunales Gemeinschaftseigentum der Gemeinde ist, dürfen dort rechtlich gesehen keinerlei Bauarbeiten durchgeführt werden. Zudem verfügt der Ort über kein Abwassernetz und die Bauten sollten grundsätzlich demontierbar sein. Dennoch wurde in der Vergangenheit bei der Umgestaltung der bestehenden Häuser eine gewisse Toleranz gezeigt, "aber wir können weder Erweiterungen noch Abrisse oder Wiederaufbauten zulassen, da wir als Gemeindeverwaltung selbst für solche Maßnahmen geradestehen müssten", fügt Porquer hinzu. Die Gemeindeverwaltung von Muro hat die Ausarbeitung eines Sonderplans für Capellans ausgeschrieben, um klare städtebauliche Vorschriften zu schaffen, die eine geordnete Entwicklung dieses Küstensiedlungsgebiets ermöglichen.

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