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Treibstoffdämpfe entzündet: Mann kommt bei Explosion nahe Pollença ums Leben

Das Opfer wollte offenbar mit einer Flex einen Behälter öffnen. Doch darin befanden sich wahrscheinlich Reste von Treibstoff. Ein Funke genügte, und das Drama nahm seinen Lauf.

Ein Funke bracht das Treibstofffass zur Explosion. | Foto: Redaktion

| Palma de Mallorca |

Ein 58 Jahre alter Mann ist am Mittwoch bei einem schweren Arbeitsunfall auf einer Finca nahe Pollença im Norden Mallorcas ums Leben gekommen. Nach Angaben der Einsatzkräfte versuchte der Mann offenbar, den Deckel eines mit Resten von Kraftstoff gefüllten Treibstoffbehälters mit einer Flex beziehungsweise zu öffnen. Dabei seien Funken entstanden, die mutmaßlich die im Inneren befindlichen Gase entzündet hätten. Mit fatalen Folgen, das Stahlfass explodierte, der Mann verlor sein Leben.

Der Unfall ereignete sich demnach am frühen Nachmittag im Bereich der Torre de Ariant in der Serra de Tramuntana. Der Mann soll auf dem Gelände Wartungs- und Gartenarbeiten ausgeführt haben, als es gegen 14 Uhr zu der heftigen Verpuffung gekommen sei. Durch die Explosion erlitt das Opfer nach Angaben des Rettungsdienstes schwerste Kopfverletzungen sowie Verbrennungen zweiten und dritten Grades an den Beinen. Die Guardia Civil sprach von Verletzungen, die "dem Mann das Leben gekostet haben" gewesen seien.

Ein Zeuge alarmierte die Rettungskräfte. Ein Mitarbeiter der Ortspolizei von Pollença sei daraufhin als Erster am Unfallort eingetroffen und habe sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Kurz darauf trafen weitere Einsatzkräfte der Guardia Civil sowie mehrere Rettungsteams des Notdienstes 061 ein. Wegen der abgelegenen Lage der Finca wurde auch ein Rettungshubschrauber angefordert. Nach Angaben der Behörden gilt in solchen Fällen ein besonderes Einsatzprotokoll, wenn Krankenwagen mehr als 30 Minuten bis zum Einsatzort benötigen würden.

Der Hubschrauber soll rund 20 Minuten nach dem Notruf am Unfallort eingetroffen sein. Zu diesem Zeitpunkt soll der Mann bereits bewusstlos gewesen sein, berichtet die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora". Ein hinzugezogener Notarzt habe die Reanimationsmaßnahmen schließlich eingestellt, nachdem die tödlichen Verletzungen festgestellt worden seien. Gegen 15.15 Uhr sei der Tod des 58-Jährigen offiziell bestätigt worden.

Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann angenommen habe, der Behälter sei leer gewesen. Offenbar hätten jedoch verbliebene Kraftstoffgase im Inneren ausgereicht, um durch die Funken der Flex entzündet zu werden.

Die Guardia Civil hat Ermittlungen zur genauen Ursache des Unglücks aufgenommen.

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