Folgen Sie uns F Y T I R
BANDENBOSS

Nach mehr als 40 Festnahmen: Serienstraftäter aus Mallorca aus Schengen-Raum ausgewiesen

Nach jahrelangem Katz-und-Maus-Spiel mit seinen Fahndern, ging der gewaltbereite Intensivtäter diesen zu Wochenbeginn ins Netz. Nur Tage später flogen die Behörden den Mann in sein Heimatland aus.

Der Serientäter auf dem Weg in sein Heimatland Marokko. | Foto: Policía Nacional

| Palma de Mallorca |

Die Nationalpolizei hat auf Mallorca einen mutmaßlichen Intensivtäter marokkanischer Herkunft festgenommen und anschließend in sein Heimatland abgeschoben. Nach Angaben der Behörden lag gegen den Mann bereits eine rechtskräftige Ausweisungsverfügung der spanischen Regierung auf den Balearen vor. Zudem wurde eine Wiedereinreisesperre für den Schengen-Raum verhängt.

Der Verdächtige galt den Ermittlern zufolge als mutmaßlicher Kopf einer kriminellen Organisation. Laut Polizei war der Mann bereits "mehr als 40-mal festgenommen" worden. Die Vorwürfe reichten von Einbrüchen in Wohnhäuser über Körperverletzung bis hin zu Raubdelikten und Verkehrsvergehen. Darüber hinaus soll er bereits mehrfach verurteilt worden sein, berichtet die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora".

Die Behörden stuften den Mann demnach als "besonders gefährlich" ein. Nach Polizeiangaben habe er über Jahre versucht, sich dem Zugriff der Sicherheitskräfte zu entziehen. In der Vergangenheit sei er bereits aus Belgien nach Spanien ausgeliefert worden, wo gegen ihn wegen versuchten Totschlags ermittelt worden sei.

Ein besonders auffälliges Verhaltens soll der Abgeschobene bei Polizeikontrollen an den Tag gelegt haben. Nach Behördenangaben soll der Mann wiederholt mit "hochmotorisierten Fahrzeugen vor der Polizei geflohen" sein, obwohl er keinen Führerschein besitzt. Zudem werde ihm vorgeworfen, mehrfach versucht zu haben, Beamte bewusst anzufahren. Dabei seien auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet worden. Die Polizei verwies in diesem Zusammenhang auf einen Vorfall in Manacor, bei dem ein Beamter nach einem Einsatz schwer verletzt worden sei und längere Zeit auf der Intensivstation behandelt werden musste.

Um nicht entdeckt zu werden, habe der Verdächtige ständig Mietwagen gewechselt und keinen festen Wohnsitz gehabt. Die Ermittler hätten ihn schließlich am Montag in Marratxí aufgespürt. Nachdem die Beamten den von ihm genutzten Mietwagen identifiziert hatten, nahmen sie den Mann fest, als er sich dem Fahrzeug näherte. Nach Angaben der Polizei konnte dadurch "eine erneute Flucht" verhindert werden.

Gemeinsam mit mit Serienstraftäter wurde ein spanischer Staatsbürger festgenommen, der laut Ermittlern als Fahrer für die Organisation tätig gewesen sein soll. Auch er habe keinen Führerschein besessen. Wegen der Gefährlichkeit des Verdächtigen wurde die Abschiebung unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt.

Zum Thema
Meistgelesen