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Mallorca-Ladenbesitzerin rechnet frontal mit Hundekotsündern in Palma-Viertel ab

Die Hinterlassenschaften in einem guten Einkaufsviertel der Balearenkapitale sorgen für wachsenden Ärger – Geschäftsinhaberin macht mit Schildern auf die anhaltenden Verschmutzungen und fehlende Rücksichtnahme aufmerksam

Das Foto zeigt das Schild des genannten Geschäfts in der Straße Carrer del Baró de Santa Maria del Sepulcre. | Foto: UH

| | Mallorca |

In einer der belebten Einkaufsstraßen im Zentrum von Palma de Mallorca wächst der Unmut über ein Problem, das sich für viele Geschäftsleute längst zu einer täglichen Belastung entwickelt hat: Hundekot und Urinspuren auf Gehwegen, Fassaden und im unmittelbaren Umfeld von Ladenlokalen. Das berichtete die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora.

Besonders deutlich äußert sich eine Ladenbesitzerin in der Straße Carrer del Baró de Santa Maria del Sepulcre, die inzwischen zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen hat. Gut sichtbar hat sie Schilder in und vor ihrem Geschäft angebracht, die sich direkt an Hundebesitzer richten. Darauf heißt es unter anderem auf Spanisch: "Wir lieben Hunde, aber bitte bringen Sie sie nicht mit, damit sie unsere Wände und Böden 'signieren'."

Hinter der Formulierung steht kein humorvoller Einfall, sondern wachsende Frustration. Nach ihren Angaben hat sich der Bereich rund um ihr Geschäft insbesondere in den Abend- und Nachtstunden zu einem wiederkehrenden Problemort entwickelt. Die Spuren seien deutlich sichtbar, der Eindruck im Umfeld entsprechend belastet – nicht nur für sie selbst, sondern auch für Nachbarn und Passanten.

Der Bereich um ihr Geschäft ist abends und nachts ein Problemort

"Es bringt wahrscheinlich nichts, aber ich mache es trotzdem, damit die Leute sehen, dass es mich stört", sagt sie mit spürbarer Ernüchterung. Die Schilder seien weniger eine Lösung als vielmehr ein stiller Protest gegen eine Situation, die sich aus ihrer Sicht verfestigt hat. Doch die Reaktionen bleiben bislang verhalten. Viele Passanten nehmen die Hinweise zwar wahr, doch eine nachhaltige Veränderung des Verhaltens ist nicht erkennbar. "Den Leuten ist es egal", lautet ihr nüchternes Fazit – ein Satz, der die wachsende Resignation im Alltag der Geschäftsleute widerspiegelt.

Auch im Viertel selbst wächst das Unverständnis. Immer wieder berichten Anwohner von ähnlichen Zuständen in angrenzenden Straßen. Die Mischung aus fehlender Rücksicht und ausbleibender Kontrolle sorgt für zunehmende Spannungen in einem Umfeld, das eigentlich vom lebendigen Handel und Flanieren geprägt ist.

Die Ladenbesitzerin hält dennoch an ihrem stillen Appell fest und will die Schilder vorerst nicht entfernen. Es bleibt ein leiser, aber deutlicher Ausdruck von Frust – und die Hoffnung, dass aus alltäglicher Gleichgültigkeit irgendwann wieder mehr Rücksicht wird.

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