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Königstochter Cristina muss vor Gericht

Richter Castro lädt Prinzessin für den 8. März als Beschuldigte vor

Schwerer Gang: Der Weg zum Gerichtsgebäude in Palma führt eine Rampe hinab. Hier musste Cristinas Ehemann Iñaki Urdangarin bereits im Februar 2013 erscheinen (Foto). Jetzt steht im März für seine Ehefrau dieser Weg an. | Foto: Joan Torres

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Im Korruptionsprozess um ihren Ehemann Iñaki Urdangarin muss auch Prinzessin Cristina als Beschuldigte dem Ermittlungsrichter José Castro auf Mallorca Rede und Antwort stehen. Der Richter lädt die Tochter des spanischen Königs Juan Carlos für den 8. März, 10 Uhr, in Palma vor. Bereits im Vorjahr hatte Castro Cristina ins Gericht zitiert. Damals wurde der Termin jedoch ausgesetzt.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, ob Cristina als Beschuldigte vor dem Ermittlungsrichter aussagen muss oder nicht. Insbesondere die Staatsanwaltschaft hatte keine ausreichenden Anzeichen erkennen können, die rechtfertigen würden, die Königstochter vor Gericht zu zitieren. Im April 2013 hatten die Antikorruptions-Staatsawälte mit einem Einspruch die Vorladung Cristinas zu Fall gebracht.

Ermittlungsrichter Castro hatte daraufhin neue Ermittlungen bei den Steuer- und Finanzbehörden veranlasst und auf Grundlage neuer Erkenntnisse jetzt auf einer erneuten Vorladung der Prinzessin bestanden, wie die spanischen Medien am Dienstag berichteten. Castro hatte bereits in der Weihnachtszeit angekündigt, seine Entscheidung nach dem Dreikönigstag bekannt zu geben.

Der Ermittlungsrichter beschuldigt Iñaki Urdangarin und Prinzessin Cristina, öffentliche Mittel für eine gemeinnützige Sportstiftung letztlich in die eigene Tasche geleitet zu haben. Teile des Geldes seien in Tanzkurse und Hausrenovierungen geflosssen. Urdangarin hatte stets angegeben, seine Frau sei an den Finanzgeschäften nicht beteiligt gewesen. Der Ermittlungsrichter Castro sieht diesen Sachverhalt jedoch offenbar ganz anders und will aus diesem Grund die Prinzessin offiziell selbst befragen.

 

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