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Spaniens Regierungschef sagt dem Corona-Alarmzustand "Adiós"

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez an diesem Samstag bei seiner letzten Fernsehansprache während des Coronavirus-Alarmzustands. | @desdelamoncloa

| Spanien |

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat an diesem Samstag in seiner letzten Fernsehansprache während des Coronavirus-Alarmzustands den Notstand verabschiedet und das Anbrechen der "Neuen Normalität" begrüßt, die an diesem Sonntag, 21. Juni, spanienweit und damit auch auf Mallorca beginnt. Dank des 98 Tage währenden Alarmzustands sei es gelungen, der Bedrohung durch das Coranavirus wirksam entgegengetreten zu sein.

"Morgen wird der Alarm aufgehoben. Dank ihm konnten wir Tausende von Leben retten", sagte Sánchez und erinnerte daran, "dass wir nicht nachlassen dürfen. Jeder von uns kann eine Mauer gegen das Virus sein. Wir sind immer noch verwundbar", warnte er.

Vor den mit Trauerflor versehenen Fahnen Spaniens und der Europäischen Union beschrieb Sánchez den Verlauf der Pandemie: "Ein unbekanntes Virus war leise in unser Leben eingedrungen. Niemand wusste, dass wir vor einer der größten gesundheitlichen Herausforderungen standen. Es war nur der Anfang eines Alptraums, der jedes Land heimgesucht hat."

Nach seinen Worten war es oberstes Ziel, Leben zu retten. Aus diesem Grunde habe er am 14. März den Alarmzustand ausgerufen. Das Alltagsleben musste angehalten werden, um das Virus einzudämmen. "Wir haben es getan, und wir haben es gemeinsam getan. Wir haben die Ausbreitung des Virus eingedämmt", sagte der Ministerpräsident in die Kameras.

Sánchez sprach all jenen seine Anerkennung aus, die bei Aufgabe aktiv mitgewirkt haben. "Es ist nur fair, Menschen ins Rampenlicht zu stellen, die das ganze Land geschützt haben." Der Ministerpräsident dankte denjenigen, die "an vorderster Front standen", also den Angehörigen der medizinischen Gesundheitsversorgung und den staatlichen Sicherheitskräften, aber auch allen anderen, die "nie aufgehört haben, sich neu zu erfinden", um die Menschen während der Ausgangssperre aktiv zu halten.

Sánchez würdigte die Betreuer von Senioren, die Wissenschaftler, die Kinder, die eine negative Erfahrung machen mussten, die Erwachsenen, die Gelassenheit bewahrt hatten, die Frauen, alle autonome Regionalregierungen, das Gesundheitsministerium ... Er dankte "kurz gesagt, allen Bürgern, die zu Hause geblieben sind. Ich bin stolz darauf, der Regierungschef dieses Landes zu sein", betonte Sánchez.

Der Ministerpräsident kündigte zudem an, dass Spanien eine strategische Reserve mit lebenswichtigen Produkten für künftige Ausbrüche des Coronavirus vorbereitet. Gleichzeitig erinnerte er an den nationalen Trauertag, mit dem die Regierung am 16. Juli den Toten der Pandemie gedenken möchte.

Bezogen auf die wirtschaftliche Wiederbelebung des Landes sagte Sáchez: "Jetzt ist es Zeit für den Wiederaufbau." Dieser sei nicht mit der Renovierung eines alten Gebäudes vergleichbar. Vielmehr müsse "das alte Gebäude unserer Wirtschaft grundsaniert" werden. "Kurz gesagt, wir müssen unsere Wirtschaft wiederbeleben und sie gleichzeitig erneuern", um sie besser und effizienter zu machen, sagte Sánchez.

Die Regelungen, die in der Zeit der "Neuen Normalität" gelten, finden Sie hier.

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