Die von Lokalpolitikern ins Auge gefasste Untertunnelung der Ringautobahn um Palma de Mallorca könnte bis zu eine Milliarde Euro kosten. Das Projekt wurde dank der regierenden konservativen PP-Partei im Plenum des Inselrats verabschiedet. Vorgeschlagen hatte die Mammut-Idee die oppositionelle sozialistische Partei.
Der sozialistische Stadtrat von Palma, Francesc Dalmau, verteidigte die Initiative und wies darauf hin, dass sie einen Anreiz für Stadtteile wie Nou Llevant, La Soledat, Son Malferit, Son Gotleu oder Rafal Vell darstellen würde, die wegen der Umgehungsautobahn zu abgeschieden seien. Diese städtebauliche Fragmentierung würde durch die Untertunnelung beseitigt, nach dem Vorbild von Städten wie Hospitalet de Llobregat, Madrid mit Madrid Río de Janeiro oder Barcelona.
Bahnstrecke nach Llucmajor soll ähnlich viel kosten
Eines der Details, das zur Sprache kam, sind die Kosten, die sich auf bis zu eine Milliarde Euro belaufen könnten. Der Stadtrat für Mobilität, Antonio Deudero, gab seine Zustimmung zu dem Projekt, dessen Kosten ähnlich hoch wie die der geplanten Bahnstrecke nach Llucmajor wären. Er wies jedoch darauf hin, dass es von der Zentralregierung finanziert werden müsste.
Mit Unterstützung der PP wurde in der Plenarsitzung beschlossen, die Zentralregierung zu einer Kooperationsvereinbarung mit dem Inselrat im Bereich Straßenbau aufzufordern. Auch Mittel der Europäischen Union sollen dafür beantragt werden.