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KLIPPENSPRUNG

Wieder schwerer Badeunfall auf Mallorca: Polizeianwärter retten bewusstlosen Touristen

Der 28-Jährige war am Dienstag nahe der Cala Mosques (Llucmajor) von Felsen ins Meer gesprungen. Anschließend trieb er mit dem Gesicht nach unten auf der Wasseroberfläche.

Einsatzkräfte kämpfen um das Leben eines verunglückten Badegasts (Symbolbild). | Foto: A. S.

| Palma de Mallorca |

Ein 28 Jahre alter Urlauber hat sich auf Mallorca bei einem Sprung von Felsen ins Meer lebensgefährlich verletzt. Der Mann werde auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Son Espases behandelt, berichtet die Onlinezeitung "Crónica Balear".

Der Unfall ereignete sich demnach am Dienstagvormittag im Bereich der Cala Mosques bei Llucmajor südlich von Palma. Nach Angaben der Einsatzbehörden sprang der Mann kopfüber vom Felsen ins Wasser und trieb anschließend regungslos mit dem Gesicht nach unten im Meer. Zwei Polizeianwärter der Nationalpolizei, die sich zufällig in der Nähe befanden, bemerkten den Vorfall und reagierten sofort.

Die jungen Beamten seien in das Wasser gesprungen und zu dem Bewusstlosen geschwommen. Anschließend hätten sie ihn ans Ufer gezogen und dort umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Nach Angaben der Rettungskräfte führten sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung rund 15 Minuten lang durch, bis weitere Helfer eintrafen.

Da es an dem abgelegenen Küstenabschnitt keine Badeaufsicht gibt, alarmierten Zeugen den Notruf. Kurz darauf unterstützten Rettungsschwimmer eines nahegelegenen Strandes die Erstversorgung. Sie überprüften den Sauerstoffgehalt im Blut und verabreichen dem Verunglückten Sauerstoff. Auch ein zufällig anwesender Arzt beteiligte sich an der Stabilisierung des Schwerverletzten.

Zeitungsangaben zufolge traf etwa 25 Minuten später ein Rettungswagen ein. Die Sanitäter stabilisierten den 28-Jährigen und brachten ihn anschließend in das Krankenhaus Son Espases in Palma. Nach Einschätzung des medizinischen Personals verdanke der Tourist sein Überleben vor allem dem schnellen Eingreifen der beiden Polizeischüler. Deren beherzte Reaktion habe dem Mann vermutlich das Leben gerettet, hieß es.

Es handelt sich um den zweiten schweren Badeunfall auf Mallorca innerhalb von wenigen Tagen. Erst in der Vorwoche hatte sich eine 17-Jährige an der beliebten Badebucht Caló des Moro (Santanyí) schwer verletzt. Sie war aus rund 30 Meter Höhe von einer Klippe ins Wasser gesprungen. Einsatzkräfte der Ortspolizei retteten die Jugendliche und brachten sie ans Ufer, wo sie medizinisch versorgt und stabilisiert wurde. Anschließend flog sie ein Hubschrauber der Feuerwehr ins Krankenhaus von Inca. Die Jugendliche erlitt den Behörden zufolge Verletzungen im Lendenbereich.

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