Die Regierung in Madrid hat den spanischen Luftraum für Flugzeuge gesperrt, die am Krieg im Iran beteiligt sind, und zwar im Rahmen der von den USA und Israel vorangetriebenen Operation "Epische Wut". Wie mehrere Medien am Montag berichteten, verbietet Spanien mit dieser Einschränkung nicht nur die Nutzung der Militärstützpunkte Rota und Morón, sondern auch, dass Flugzeuge, die mit der Offensive gegen den Iran in Verbindung stehen, den hiesigen Luftraum durchfliegen dürfen.
Dieses Verbot betrifft den Berichten zufolge nicht nur Starts von spanischem Boden aus, sondern auch den Überflug von Militärflugzeugen, die von Stützpunkten im Vereinigten Königreich oder in Frankreich kommen.
Verlassen die USA ihre Spanien-Stützpunkte?
US-Präsident Donald Trump sprach sich unlängst dafür aus, dass das US-Militär die Militärstützpunkte in Rota und Morón sowie in den übrigen Nato-Ländern, die nicht am Schutz der Straße von Hormus mitwirken, aufgibt. Angesichts dessen erklärte die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles bereits, dass sie einen Rückzug der Vereinigten Staaten aus den spanischen Militärstützpunkten "nicht" in Betracht ziehe. Nach der Sperrung der Stützpunkte Rota und Morón für US-Kräfte, die am Iran-Krieg beteiligt sind, hatte Präsident Trump Spanien verbal frontal attackiert.
"Wir fordern, dass die Haltung Spaniens respektiert wird, die entschieden, klar und unmissverständlich gegen jeden Krieg gerichtet ist", bekräftigte die Ministerin. Trump betonte am Sonntag, dass seine Regierung "sowohl direkt als auch indirekt" mit dem Iran verhandle, und versicherte gleichzeitig, dass Teheran als "Zeichen des Respekts 20 große Öltanker" durch die Straße von Hormus passieren lassen werde, trotz der de facto von der Islamischen Republik verhängten Blockade als Vergeltung für die am 28. Februar von den USA und Israel gestartete Offensive.