Der Chef der auch nach Mallorca fliegenden Billigfluglinie Ryanair, Michael O'Leary, hat sich öffentlich darüber gefreut, dass seine Mitarbeiter seine Kunden "hart anfassen". "Wenn Sie sich nicht an unsere Regeln halten, hassen wir Sie und werden Sie quälen. Aber wenn Sie sich an unsere Regeln halten, lieben wir Sie", sagte der Manager der "Financial Times".
O'Learys kompromisslose Haltung geht sogar manchmal so weit, dass sie dem Image des irischen Billigfliegers schaden könnte. Im Gespräch erzählte der Manager etwa, dass ein Mann, der in Großbritannien niedergestochen wurde und noch versuchte, seinen bevorstehenden Ryanair-Flug zu stornieren, keine Rückerstattung bekommen habe. "Wenn das Unternehmen ihm eine Rückerstattung anbieten würde, würde dies eine Flut weiterer Rückerstattungsforderungen nach sich ziehen", so O'Leary.
Keine Lust auf Gepäckstücke
Im Gespräch mit der "Financial Times" äußerte o'Leary zudem eine Idee, wie er sein Unternehmen noch erfolgreicher machen könnte. "Wenn ich alle Gepäckstücke loswerden könnte, hätte ich eine viel bessere Fluggesellschaft", sagte der Airline-Chef.
Ryanair hat dank gestiegener Ticketpreise in seinem ersten Geschäftshalbjahr einen Gewinnsprung erzielt. Von April bis September kletterte der Nettogewinn um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,54 Milliarden Euro, wie die Fluggesellschaft mitteilte.