Wer zum Beginn der neuen Woche von Deutschland nach Palma de Mallorca fliegen will, muss sich auf mögliche Verzögerungen einstellen. Am Montag und Dienstag, 13. und 14. April, hat die Vereinigung Cockpit zu einem Piloten-Streik aufgerufen. Dieser betrifft das Cockpit-Personal der deutschen Lufthansa-Gruppe, darunter auch die Mallorca-Airline Eurowings.
Wie die Vereinigung mitteilt, werden am Montag, 13. April 2026 zwischen 00:01 Uhr und 23:59 Uhr alle Eurowings-Flüge bestreikt, die "von deutschen Flughäfen starten". Betroffen könnten auch Verbindungen von und nach Palma de Mallorca sein. Auf MM-Anfrage hieß es seitens der Airline: "Die Fluggesellschaft geht davon aus, einen großen Teil ihres Flugprogramms durchführen zu können. Nach aktuellem Stand werden das europaweit rund 60 Prozent des Programms eines normalen Tages sein – das bedeutet, dass trotz Streikaufruf mehr als 300 Flüge stattfinden werden."
Reisende sollten sich informieren
Zusätzlich erklären die Verantwortlichen: "Eurowings besteht aus zwei Flugbetrieben. Betroffen von dem aktuellen Streikaufruf sind nur Flüge von Eurowings Deutschland, nicht die der europäischen Schwester Eurowings Europe." Man bedauere die durch den Pilotenstreik entstehenden Unannehmlichkeiten für Reisende: "Fluggäste werden gebeten, sich fortlaufend über den Status ihres Fluges auf der Webseite www.eurowings.com oder über die Eurowings Kunden-App informiert zu halten." Zeitgleich gibt es Entwarnung: "Mallorca ist von den streikbedingten Streichungen nahezu nicht betroffen: Bis auf eine Streichung finden alle Flüge planmäßig statt."
Parallel zu dem Pilotenstreik bei Eurowings werden die Deutsche Lufthansa AG, Lufthansa Cargo AG und Lufthansa CityLine GmbH bestreikt, und zwar in der Zeit zwischen 13. April 2026 um 00:01 Uhr und 14. April 2026 um 23:59 Uhr.
Darum streiken die Piloten
Hintergründe des Piloten-Streiks bei Eurowings sowie den anderen Lufthansa-Firmen sind Streitigkeiten um die betriebliche Altersvorsorge des Cockpit-Personals. "Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt", sagt VC-Präsident Andreas Pinheiro. "Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus. In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber."