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Kaum Angebot, riesige Nachfrage: Die Mieten für Geschäfte in Palmas Altstadt steigen rasant

Nach Einschätzung von Experten hat sich Palma inzwischen als feste Größe für internationale Marken etabliert, was die Preise weiter nach oben treibt

Oft gut besucht: Palmas Innenstadt. | Foto: Ll. Font (Ultima Hora)

| Palma, Mallorca |

Die Innenstadt von Palma de Mallorca wird für neue Geschäfte zunehmend zum knappen Pflaster. Wer derzeit ein Ladenlokal in bester Lage der Inselhauptstadt sucht, braucht vor allem eines: Geduld. Denn laut einer aktuellen Analyse der Immobilienberatung CBRE stehen in den wichtigsten Einkaufsstraßen inzwischen weniger als zwei Prozent der Ladenlokale leer.

Gleichzeitig erlebt der Einzelhandel in Palma einen neuen Aufschwung. Allein seit Jahresbeginn 2025 eröffneten in den zentralen Einkaufsachsen 14 neue Geschäfte. Besonders gefragt sind Mode-Labels und Accessoire-Marken, die zusammen den Großteil der Neueröffnungen ausmachen. Die Folge: Die Nachfrage steigt weiter, während das Angebot kaum noch mithalten kann.

Borne bleibt exklusivste Meile der City

Vor allem die Flaniermeilen im Herzen Palmas bleiben heiß begehrt. Die Avenida Jaume III gilt erneut als dynamischster Standort, während sich in Straßen wie Sant Nicolau oder an der Avinguda Alexandre Rosselló deutlich weniger Bewegung zeigt. Unangefochten an der Spitze bleibt jedoch der Passeig del Born. Die prachtvolle Allee mit ihren historischen Fassaden und luxuriösen Boutiquen ist weiterhin die exklusivste Adresse der Stadt – und entsprechend teuer.

Nach Einschätzung von Tonia Vera, Balearen-Direktorin bei CBRE, hat sich Palma inzwischen als feste Größe für internationale Marken etabliert. Gerade Luxuslabels und Premiumanbieter sehen die Inselhauptstadt zunehmend als prestigeträchtiges Schaufenster im Mittelmeerraum. Dass verfügbare Flächen rar sind, treibt gleichzeitig die Preise weiter nach oben.

Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung an den Mieten. In einigen Toplagen stiegen die Preise innerhalb eines Jahres um mehr als zehn Prozent. Vor allem die Jaume III verzeichnete zuletzt zahlreiche Vertragsabschlüsse und spürbare Mietsteigerungen. Auch am Born ziehen die Preise weiter an – wenn auch moderater.

Die teuerste Einkaufsstraße bleibt der Passeig del Born. Für kleinere Ladenflächen werden dort inzwischen durchschnittlich rund 165 Euro pro Quadratmeter fällig. Damit festigt die "Goldene Meile" Palmas ihren Ruf als Luxusadresse der Insel. Zwischen Designer-Boutiquen, Premium-Marken und internationalen Ketten entsteht ein Markenmix, der sich immer stärker an Metropolen wie Barcelona oder Madrid orientiert.

Etwas darunter liegen die Mieten in der Jaume III und der Carrer Sant Miquel. Dort zahlen Händler für mittelgroße Ladenflächen etwa 100 Euro pro Quadratmeter. Vergleichsweise stabil zeigen sich dagegen Straßen wie Unió, Sant Nicolau oder die Avinguda Alexandre Rosselló, wo die Preise weiterhin unterhalb der Spitzenwerte bleiben.

Auch für Investoren bleibt Palmas Innenstadt hochattraktiv. Wegen des knappen Angebots sinken die Renditen in den exklusivsten Lagen inzwischen teilweise unter fünf Prozent. Für Aufsehen sorgte zuletzt der Verkauf einer prestigeträchtigen Gewerbeimmobilie am Passeig del Born im historischen Stadtpalais Can Puig – ein weiteres Signal dafür, wie begehrt Palmas Toplagen mittlerweile sind.

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