Mallorca und die übrigen Balearen verzeichnen neue Höchststände bei den Miet- und Kaufpreisen für Ladenlokale, Lagerhallen, Abstellräume und Garagen. Die Immobilienpreise steigen damit weiter überdurchschnittlich und setzen die Inselgruppe im nationalen Vergleich an die Spitze mehrerer Segmente.
Nach Angaben des Jahrbuchs der Immobilienregistrierungsstatistik der Notarkammer liegen die Balearen 2025 beim Durchschnittspreis für Lagerhallen und Garagen auf Platz eins in Spanien sowie bei Geschäftsräumen und Abstellräumen auf Rang zwei hinter der Autonomen Gemeinschaft Madrid. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Industriehallen aus, deren Preise um 32 Prozent auf 1373 Euro pro Quadratmeter stiegen und damit mehr als doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt sind.
Ausländische Investoren treiben die Preise nach oben
Auch Garagen verteuerten sich um 14 Prozent auf 1723 Euro pro Quadratmeter, während Abstellräume bei 1438 Euro lagen. Gewerbeflächen erreichten im Durchschnitt 1850 Euro pro Quadratmeter, rund 600 Euro über dem spanischen Mittelwert, wie die spanischsprachige MM-Schwesterzeitung Ultima Hora schrieb.
Regional zeigen sich teils noch deutlich höhere Werte: In Ibiza werden für Ladenmieten über 4000 Euro monatlich verlangt, in Palma im Schnitt rund 3000 Euro. Spitzenwerte erreichen einzelne Lagen mit bis zu 3938 Euro pro Quadratmeter im Stadtzentrum von Palma sowie über 4500 Euro in Teilen Eivissas.
Fachverbände sehen in der Entwicklung ein wachsendes Problem leerstehender Ladenflächen, da steigende Mieten und strukturelle Veränderungen im Handel – etwa durch E-Commerce – die Nachfrage verschieben. Zudem wird der verstärkte Wettbewerb durch ausländische Investoren als Preistreiber genannt, während lokale Händler zunehmend unter Druck geraten.