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Die Besetzung der ehemaligen Becker-Finca und die Folgen

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Mit illegalen Hausbesetzungen hatten wir es auf Mallorca in den vergangenen#Monaten reichlich zu tun. Der Extremfall war sicherlich die Inbesitznahme eines Chalets durch einen kriminellen Clan. Nur mit viel Mühe und Glück ist der Deutsche wieder in sein eigenes Haus gekommen. Nun also wieder: Gleich eine ganze Finca ist besetzt durch ein deutsches Hippie-Pärchen. Obendrein eine Finca, die mal einem Tennisstar gehörte, oder einer Firma, an der er Anteile hielt, wer weiß das schon genau. Liest man die Kommentarspalten der Medien, scheint die Volksseele wieder zu kochen. Was erlaubt sich der Hippie, hat der kein Zuhause? Alles richtig, legal ist das nicht, was der Mann da macht. Er ist auf ein fremdes Grundstück eingedrungen und wohnt in Gemäuern, für die er keinen Mietvertrag hat, geschweige denn ein Dokument, das ihn als rechtmäßigen Besitzer ausweist. Aber diesen ausfindig zu machen, scheint gar nicht so einfach zu sein. Ein gewisser Herr Becker hat schon mal abgewunken, er habe gar keine Finca. Die Firma, die als Besitzerin in das Grundbuch eingetragen war, gibt es auch nicht mehr. Die Finca verfällt, das sieht jeder, der (ebenfalls illegal) sich einmal auf dem Grundstück und in den Gemäuern umgesehen hat. Nun kümmert sich also jemand darum, aus vielleicht seltsamen Motiven, die Finca wieder herzurichten. Und offenbar gibt es neben den Empörten auch eine Reihe von Leuten, die helfen möchten und den hippiehaften Jesus-Bruder sympathisch finden. Vielleicht liegt es auch daran, dass er schlicht etwas gegen den Verfall dieser ehemaligen Prachtfinca tun möchte und Leute animiert, unentgeltlich dasselbe zu tun. Schließlich sieht „Bauchi” auch nicht aus, als dass er großen Widerstand leisten würde, falls der rechtmäßige Besitzer auftauchen und ihn vom Grundstück verweisen würde. Aber solange dieser oder diese ebendies nicht tun, sorgt der Jesus Bruder Bauchi, ein erklärter Fan und Kenner des Neuen Testaments, für einiges an Unterhaltung, freundlich unterstützt von Presse und TV. Nicht mehr und nicht weniger. Autor: Thomas Zapp

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