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Mallorquinischer Rapper muss vor Gericht

Valtonyc (rechts) muss sich vor Gericht verantworten. | Foto: Ultima Hora

| Mallorca |

Der mallorquinische Rapper Valtonyc muss sich vor Gericht verantworten, berichtet die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora. Ihm drohen drei Jahre und acht Monate Haft. Dem Musiker wird Verherrlichung des Terrorismus und Majestätsbeleidigung vorgeworfen. Die betreffenden Textstellen waren 2012 und 2013 in seinen Liedern aufgetaucht.

Valtonyc verbreitete seine Musik über das Internet, darin soll er sich für die Existenz von Terrororganisationen wie der ETA und GRAPO (Grupos de Resistencia Antifascista Primero de Octubre: Gruppen des antifaschistischen Widerstands des 1. Oktober) ausgesprochen und ihre Taten verherrlicht haben, bei denen Menschen ums Leben kamen. Der Rapper singt zudem von weiteren möglichen Attentaten. Des Weiteren soll er Altkönig Juan Carlos in seinen Liedtexten beleidigt haben.

Im sozialen Netzwerk Twitter schrieb der Musiker, dass er sich nicht rechtfertigen werde und weiter aufzeigen wolle, "wie mafiös das Haus Bourbon" sei. Zudem sei Pablo Iglesias, Generalsekretär von Podemos nicht solidarisch mit ihm. Iglesias habe ihn gebeten, ein Lied gegen den König für ihn zu schreiben und jetzt wo der Rapper vor Gericht steht, schweige der Politiker.

Das Urteil fällt am Mittwoch vor dem Staatsgerichtshof in Spanien statt, dieser ist für besonders schwere Straftaten zuständig. Am Samstag hatte in Artà ein Konzert zu seiner Ehren und für Meinungsfreiheit stattgefunden. (cls)

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