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"Nicht rauchen, kein Alkohol und keine Exzesse beim Essen": Das Geheimnis des ersten 100-Jährigen einer Gemeinde auf Mallorca

Antoni Sastre Gayà ist an seinem Geburtstag im Dezember zum ersten Mann von Sant Joan geworden, der mehr als ein Jahrhundert lang am Leben ist. Immer noch erfreut er sich guter Gesundheit

Sastre verbringt Stunden mit Lesen, da er immer noch ein gutes Sehvermögen hat | Foto: Margalida Fuster

| | Sant Joan, Mallorca |

In Sant Joan auf Mallorca hat kürzlich ein Mann 100-jährigen Geburtstag gefeiert. Er heißt Antoni Sastre Gayà und ist der erste Mann der Gemeinde, dem dies gelungen ist. Sein Geheimnis für das Erreichen der schillernden Marke erklärt Sastre so: "Nicht rauchen, keinen Alkohol trinken und auch beim Essen keine Exzesse begehen."

Antoni Sastre Gayà wurde im Dezember 1925 geboren. Als er nur drei Jahre alt war, starb sein Vater. Seine Mutter war gezwungen, "ein Darlehen von 100 Duros (500 Peseten) aufzunehmen, um einen Lebensmittelladen zu eröffnen", erzählt Sastre. Dank des Ladens konnte die Familie weitermachen.

Als Sastre elf Jahre alt war, brach 1936 der Bürgerkrieg aus und er musste auf dem Landgut Solanda Schweine hüten. In der Nachkriegszeit half er seiner Mutter im Laden in einer Zeit der Rationierung, der Lebensmittelkarten und des Schwarzmarktes, in der die Kontrolle über Weizen und Lebensmittel streng war. 1947 leistete er seinen Militärdienst bei der Marineinfanterie von Mallorca, kurz zuvor hatte er bei seinem Cousin das Schmiedehandwerk erlernt.

War sogar Bürgermeister

1956 heiratete Sastre Francisca Mariona und widmete sich ganz der Landwirtschaft, indem er die Ländereien der Familie bewirtschaftete. Gleichzeitig führte ihn seine Leidenschaft für die Fotografie dazu, sich autodidaktisch weiterzubilden und sein eigenes Labor einzurichten. Er war der Fotograf für Hochzeiten, Kommunionen und Ausweise im Dorf. Von 1967 bis 1979 war er Gemeinderat im Rathaus von Sant Joan und wurde während des Übergangs zur Demokratie Bürgermeister.

Als er 65 Jahre alt war, hatte er einen Unfall mit dem Traktor. "Ich war einige Tage lang tot, aber der Arzt operierte mich und brachte mich zurück ins Leben. An diesen Moment kann ich mich überhaupt nicht erinnern", versichert Sastre. Heute erfreut er sich guter Gesundheit und verbringt Stunden mit Lesen, da er immer noch ein gutes Sehvermögen hat. Die Redakteurin der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora Margalida Fuster beschreibt Sastre als "entschlossenen, verantwortungsbewussten, gelassenen und weisen Menschen".

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