Der deutsche Mallorca-Auswanderer, der nach einer Prügelattacke mehr als ein Jahr lang im Koma lag, ist am vergangenen Wochenende verstorben. Das teilten seine Angehörigen und Freunde auf der Spendenwebseite mit: "Heute hat Ronald seinen Kampf verloren." Am vergangenen Samstag, 3. Januar, ist der Bundesbürger am Mittag seinen Verletzungen erlegen. Wann und wo die Beisetzung erfolgen soll, ist noch nicht bekannt.
Im November 2024 war der Deutsche in Palma de Mallorca nachts auf offener Straße von Minderjährigen attackiert und brutal verprügelt worden. Danach ließen sie den Mann bewusstlos und schwer verletzt liegen, er war auf dem Heimweg von einer Weihnachtsfeier gewesen. Passanten entdeckten ihn und setzten den Notruf ab. Seitdem lag der damals 58-Jährige im Universitätskrankenhaus Son Espases in der Inselhauptstadt im Koma.
Mutmaßliche Täter in Haft
Die beiden 17-jährigen Tatverdächtigen sollen die Tat begangen haben, um eine Gruppe von Mädchen mit ihrer Stärke zu beeindrucken. Dies gaben Ermittler der Nationalpolizei bekannt und ordneten den Vorfall als Raubüberfall ein, weil dem Opfer auch noch das Handy sowie die Geldbörse geklaut wurden. Die Jugendlichen waren in Untersuchungshaft und sind seit rund einem halben Jahr wieder auf freiem Fuß.
Der deutsche Auswanderer arbeitete auf Mallorca als Projektleiter für ein Callcenter und stammte aus Norddeutschland. Freunde sammeln noch immer Spenden für Ronalds Familie. Diese sollen dessen Familie finanziell entlasten, laufende Kosten tragen und der Familie "in dieser Ausnahmesituation Sicherheit und etwas Stabilität" geben. Nicht nur auf Mallorca, sondern auch in der Bundesrepublik hatte der Vorfall im vergangenen für Entsetzen und Empörung gesorgt. Viele deutsche Medien hatten über das Schicksal des Mannes berichtet.