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Das geht noch! Deutsche feiern mit 80 Jahren im Bierkönig

Drei Seniorinnen haben zusammen einen Ausflug in den Partytempel gemacht und unter jungen Leuten eine heiße Sohle aufs Parkett gelegt

| Palma, Mallorca |

Dass man auch mit über 80 noch im Bierkönig auf Mallorca abfeiern kann, haben drei deutsche Seniorinnen am vergangenen Freitagabend bewiesen. Mit ihrem mobilen Pflegedienst hatten sie sich unter die jüngeren Gäste gemischt und MM von ihren Erfahrungen berichtet.

Beim Eintritt in den Partytempel gegen 22 Uhr dröhnte die Musik aus den Lautsprechern. Ballermann-Barde Tobee heizte auf der Bühne die Stimmung an. Und mitten im Gewühl tanzten zwischen den jungen Leuten: Sofie Schulz (79, Residentin auf Mallorca), Heidemarie Kirall (85) und Ingelore Ciecior (73) aus Rostock. "Wir wollten es noch einmal wissen! Nachdem wir den Bierkönig nur aus dem Fernsehen gekannt hatten, mussten wir unbedingt einmal hin", erzählt Kirall.

Wie gut, dass die beiden aus Norddeutschland einen wahrhaft mobilen Pflegedienst haben. "Mit Michael Köhler aus dem Pflegezentrum Nord sind wir ein zweites Mal nach Mallorca geflogen", berichtet Ciecior mit einem Lächeln. Damals besuchten sie den Megapark und schunkelten von einer privaten Lounge aus mit Blick auf das Publikum. Auf die Tanzfläche wagten sie sich damals noch nicht.

... zu späterer Stunde ...

Die Dritte im Bunde, Sofie Schulz, lebt seit vier Jahren auf der Insel und hatte bisher nie das Bedürfnis, sich an die Feiermeile zu begeben. "Ich kannte das auch nur aus dem Fernsehen. Aber neugierig war ich schon", gesteht die fast 80-Jährige. Pflegedienstleiter Köhler erfuhr von ihrem Wunsch und nahm sie kurzerhand mit. Dieser organisiert regelmäßig Reisen nach Mallorca für Menschen mit Pflegestufe und Begleitung.

Noch schnell ein passendes Bierkönig-Shirt gekauft - und dann kann es losgehen!

Ganz ungestylt ging das natürlich nicht: Köhler kaufte den Frauen vor den Türen der Feierarena T-Shirts mit Bierkönig-Logo. Klar, dass Schulz, die Wert auf schicke Kleidung legt, zu einem roten griff – passend zu ihrer Brille. "Wenn schon, dann aber richtig!", sagte sie zu MM.

Die Damen blieben nicht unbemerkt. Zahlreiche Gäste zückten ihre Handys, um Fotos und Videos aufzunehmen. Im Blitzlichtgewitter tanzten die Frauen bis 23:30 Uhr, bevor sie "genug gefeiert" hatten. Und wie hat es ihnen gefallen? "Also die Musik fanden wir gut", gibt Schulz zu. "Tolle Stimmung, gut gelaunte Gäste. Es war nur viel zu laut." Kein Wunder, dass so viele junge Leute heutzutage nicht mehr gut hören. "Ich muss jetzt nicht noch einmal hin. Aber es war schön, mal wieder zu tanzen!"

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