Auch wenn auf Mallorca derzeit eher unbeständiges, regnerisches Wetter herrscht, gibt es erste Hoffnungsschimmer, dass der Frühling nicht mehr allzu weit entfernt ist. In diesen Tagen habe ich im Tramuntana-Gebirge bereits die ersten Mandelblüten entdeckt. Die blühenden Bäume finden sich derzeit rund um Bunyola sowie vereinzelt auf den Feldern in Sóller. Diese Entdeckung bereitet mir jedes Jahr große Freude, denn die Zeit der Mandelblüte gehört zu meinen liebsten auf der Insel. Das zarte Blütenmeer verleiht der mallorquinischen Landschaft einen ganz besonderen Glanz.
Je nach Wetterlage, Kälte und Witterung kann die Mandelblüte früher oder später einsetzen und kürzer oder länger andauern. Häufig beginnt sie nach kalten Nächten, einer regenreichen Phase und anschließend steigenden Temperaturen, begleitet von Sonnenschein. In der Regel erstreckt sich die Mandelblüte von Dezember bis März, ihren Höhepunkt erreicht sie meist im Februar.
Hier gibt es Mandelblütenwanderungen
In dieser Zeit zieht das Naturschauspiel vor allem viele Wanderer und Ausflügler an. Zahlreiche Anbieter haben geführte Touren im Programm, um die Mandelblüte aus nächster Nähe zu erleben. In Port de Sóller bietet beispielsweise das Wanderlädchen „Mallorca Muntanya“ spezielle Mandelblütenwanderungen durch das Tramuntana-Gebirge an. Weitere beliebte Regionen für entsprechende Touren sind der Süden der Insel mit Santanyí und Llucmajor sowie die Gegend rund um Binissalem.
Und wer von Mandeln nicht genug bekommen kann, dem empfehle ich, in einem der Restaurants oder Cafés in Sóller einzukehren und ein Stück „Gató d’Ametlla“, auch bekannt als „Gato de almendra“ (Mandelkuchen), zu probieren. Die Süßspeise wird traditionell ohne Mehl gebacken, dafür jedoch mit Olivenöl und einem Schuss mallorquinischem Orangenlikör. Der ideale Abschluss, um sich nach einer Mandelblütenwanderung genussvoll zu stärken. Am Sonntag, 1. Februar, wird in Son Servera zudem das Mandelblütenfest gefeiert. Mehr dazu lesen Sie in unserem Online-Eventkalender.