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Weil sie Ibiza-Wohnung illegal an Touristen vermietete: Frau muss hohe Geldstrafe blechen

Da die touristische Nutzung von Objekten zu Wohnzwecken in Mehrfamilienhäusern verboten ist, sind nun 75 Prozent des Immobilienwertes fällig. Der Fall geschah auf Mallorcas Nachbarinsel

Die Immobilie befindet sich in der Gegend Es Canar von Santa Eulària auf Ibiza | Foto: R. L.

| Santa Eulària, Ibiza |

Die Eigentümerin einer Immobilie in Es Canar auf Ibiza, Nachbarinsel von Mallorca, hat im Sommer 2025 diese Wohnung touristisch vermietet. Da sich das Objekt in einem Mehrfamilienhaus befindet, ist dies in der Gemeinde verboten. Deshalb muss die Frau jetzt eine 177.525-Euro-Geldstrafe zahlen. Das meldet die MM-Schwesterzeitung "Periódico de Ibiza".

Wie die Verwaltung der zuständigen Gemeine Santa Eulària mitteilte, wurde das Verfahren aufgrund eines Protokolls der Lokalpolizei vom 13. Juni 2025 eingeleitet, in dem festgestellt wurde, dass die Wohnung über eine digitale Plattform für Ferienvermietungen als Touristenunterkunft vermarktet wurde. Bei der Inspektion wurde eine Buchung für vier Nächte vom 9. bis 13. Juni 2025 sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit touristischen Aktivitäten festgestellt.

Der Rechtsverstoß rührt daher, dass Eigentümer von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern auf städtischem Grund, dessen städtebauliche Einstufung als Wohnnutzung gilt, diesen Status nicht einfach für Tourismuszwecke ändern dürfen. Die vorgeschlagene Strafe ist im Stadtplanungsgesetz der Balearen vorgesehen, das einen Prozentsatz von 75 Prozent des Immobilienwertes festlegt. In diesem Fall beträgt der Referenzwert der Immobilie 236.701 Euro.

Konsequentes Vorgehen

Diese Strafe folgt auf eine in Höhe von 417.000 Euro in Ibiza-Stadt im zurückliegenden Dezember. Der Bürgermeister von Ibiza-Stadt, Rafael Triguero, erklärte damals, dass die Stadtverwaltung im Kampf gegen illegale Vermietungen, insbesondere im Bereich der Ferienvermietungen, "unerbittlich" vorgehen werde. Der Stadtrat ist der Ansicht, dass der Zugang zu Wohnraum eines der Hauptprobleme der Gemeinde darstellt, eine Situation, die durch die Verbreitung illegaler Ferienvermietungen verschärft wird, die das Angebot an Wohnraum für die Einwohner der Insel verringern.

Im September 2025 hatte Balearen-Präsidentin Marga Prohens in Ibiza nach der Sitzung der Kommission gegen illegale Ferienvermietung angekündigt, dass 100 Prozent der entsprechenden Angebote auf Airbnb auf Ibiza entfernt werden. Die Präsidentin hob hervor, dass seit Juli 2024 bereits insgesamt 2831 Anzeigen für illegale Angebote auf Ibiza entfernt worden seien, sodass 4900 Personen, die täglich in diesen Unterkünften übernachteten, dies von nun an in regulären Unterkünften tun werden.

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