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Prognose: Bis zu 1´3 Prozent Wachstum

Balearen-Regierung korrigiert Wirtschaftsprognose nach oben. Ökonomen skeptischer

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Mallorca, 10. März – Der balearische Wirtschaftsminister Carles Manera sieht die Inseln wieder auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2011 in einer Spanne von 0'8 bis 1'3 Prozent zulegen, sagte Manera am Montag. Damit korrigierte das Wirtschaftsministerium die Wachstumserwartungen deutlich nach oben. Ende 2010 war noch eine Prognose von 0'7 Prozent genannt worden.

„Aus diesen Daten lässt sich nicht das Ende der Wirtschaftskrise ableiten. Aber es ist ableitbar, dass sich der Archipel auf dem richtigen Weg befindet. Ganz anders als noch vor einem Jahr”, sagte Manera. Die positiven Tendenzen begründete der Minister mit den guten Aussichten für die Tourismussaison, die derzeit mit einem Buchungsplus von 20 Prozent aufwarteten, sowie mit dem Anziehen der Nachfrage im Dienstleistungsbereich.

Die Prognose der Regierung steht in einem deutlichen Kontrast zu jener, die das wirtschaftliche Forschungszentrum der Balearen (CRE) Ende vergangener Woche veröffentlicht hatte. Danach sei für 2011 mit einem Wachstum von lediglich 0'5 Prozent zu rechnen. Das Forschungsinstitut, das jeweils zur Hälfte von der Sparkasse Sa Nostra und der Balearen-Universität getragen wird, diagnostizierte eine Abkühlung der Wirtschaft auf den Inseln, die Konjunktur verliere an Schwung. „Die Balearen-Wirtschaft hat Schwierigkeiten, ihr Vorankommen während der ersten Quartale des vergangenen Jahres zu konsolidieren”, sagte CRE-Direktor Antoni Riera.

Nach seinen Worten ist vor allem der private Konsum am Schwächeln, die Nachfrage der Verbraucher liege unter der auf dem Festland. Tatsächlich stieg die Nachfragekurve auf den Inseln seit dem Absturz im Herbst 2009 wieder kontinuierlich an, doch seit Herbst 2010 flacht sie zusehends ab.

Wirtschaftsminister Carles Manera widersprach der Prognose des CRE. Die Daten der Regierung basierten auf offiziellen Behördenerhebungen sowie auf den Vorhersagen der Reiseveranstalter. Diese Indikatoren sowie das steigende steuerliche Aufkommen seien Belege für Wachstum.

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