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Tigermücke weiter auf dem Vormarsch

Asiatisches Insekt nun auch in Andratx und Llucmajor

Die asiatische Tigermücke erobert Mallorca. | Foto: Ultima Hora

Die asiatische Tigermücke, die erstmals 2012 auf Mallorca aufgetauchte, breitet sich weiter auf der Insel aus. Forscher entdeckten nun die ersten Exemplare in Andratx und Llucmajor. Bisher war der Blutsauger vor allem in Bunyola und Esporles zu finden. Eine Studie soll nun Aufschluss über die tatsächliche Verbreitung geben.

In mehreren Gemeinden im Inselwesten stehen diesen Sommer insgesamt 273 Fallen bereit, um die Mücken, deren wissenschaftlicher Name "Aedes albopictus" ist, einzufangen. In Andratx und Llucmajor ist dies nun zum ersten Mal der Fall. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass Bunyola und Esporles weiterhin die Orte mit der größten Population der Tigermücken sind. Aber auch in einigen Ortschaften der Gemeinden Calviá und Marratxí sind sie zu finden.

Vor zwei Jahren war die Tigermücke zum ersten Mal auf Mallorca entdeckt worden, auf dem spanischen Festland ist sie bereits seit 2004 heimisch. Sie unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von den bisher auf den Balearen anzutreffenden Mücken. So ist sie zum Beispiel tagaktiv. Bei ihren "Angriffen" konzentriert sie sich auf die Bereiche unterhalb der Knie. Kleidung stellt für sie kein Hindernis dar. 

Die ersten Stiche lösen oft heftige allergische Reaktionen und große Schmerzen aus. Es tut "tierisch weh", weil unser Immunsystem nicht an das Gift der Tigermücke gewöhnt ist. Das ist einer der großen Unterschiede zu normalen Mücken. Erst wenn man mehrmals gestochen wurde, tun die Stellen nicht mehr so weh.

Allerdings gilt die Tigermücke als potenzieller Überträger bestimmter Krankheiten, wie etwa des Dengue-, des Chikungunya- und des West-Nil-Fiebers sowie der St.-Louis-Enzephalitis. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie zuvor jemanden gestochen haben muss, der den Erreger einer dieser Krankheiten in sich trägt.

Vor allem in Wassergefäßen fühlt sich die Mücke wohl. Um ihre Vermehrung zu verhindern sollte deshalb das Wasser in Hundenäpfen, Wasserpistolen und anderen vornehmlich aus Plastik bestehenden Behältnissen regelmäßig gewechselt werden.

(Meldung am 12. August aktualisiert. Neu ist der Absatz: Die ersten Stiche lösen oft heftige allergische Reaktionen und große Schmerzen aus. Es tut "tierisch weh", weil unser Immunsystem nicht an das Gift der Tigermücke gewöhnt ist. Das ist einer der großen Unterschiede zu normalen Mücken. Erst wenn man mehrmals gestochen wurde, tun die Stellen nicht mehr so weh.)

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