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Calvià will keine schwimmenden Burgen

Dieses Bild wird es in diesem Jahr nicht mehr geben: Die Gemeinde hat die Lizenz für den Wasserpark vor Portals Nous annulliert. Foto: UH

| Calvià, Mallorca |

Der Kämmerer der Gemeinde Calvià dürfte sich die Haare raufen. 410.000 Euro brachten die Konzessionen für neun schwimmende Wasserparks der Gemeinde im vergangenen Jahr. Doch der Druck von Anwohnern und Touristen ist zu groß geworden: Die schwimmenden Hüpfburgen müssen weg. Für die kommenden Saison sollen alle Lizenzen wieder einkassiert werden. Für Santa Ponça, Magaluf und Portals Nous ist das bereits geschehen, die übrigen sechs sollen folgen.

Es ging bei den Beschwerden gegen die schwimmenden Hüpfburgen vor allem um die Beeinträchtigung der Optik. Aber auch die "Nutzungsänderung" bei Nacht stieß nicht gerade auf Gegenliebe bei den Anwohnern. "Jugendliche sind da nachts rübergeschwommen und haben Party gemacht", sagt ein Anwohner von Portals Nous gegenüber MM. Auch tagsüber habe es gelärmt, was wiederum Hochzeitsgäste in der darüber liegenden Kapelle belästigt habe. Schon im Juni 2014 begannen die Anlieger, sich zu mobilisieren, sammelten 400 Unterschriften und reichten Beschwerde beim Küstenschutzamt sowie bei der Gemeinde Calvià ein - offenbar mit Erfolg.

Rund 40 Meter liegen die Wasserparks vom Strand entfernt. Das ist gerade bei kleineren Buchten wie in der Gemeinde Calvià ein echter "Hingucker" - für viele Badegäste eher im negativen Sinne. Neben Portals Nous hat die Gemeinde auch die Lizenzen für Santa Ponça und Magaluf "annulliert". Auch eine zweite Lizenz in Magaluf soll noch einkassiert werden, ebenso wie zwei in Peguera und drei in Palmanova. Darüber werde aber derzeit noch verhandelt, heißt es bei der Gemeinde. Schließlich gibt es Verträge. Die schwimmenden Fun-Parks sind erst im vergangenen Jahr nach Mallorca gekommen.

Mit mehr Erfolg betreibt ein anderer Anbieter solche Hüpfburgen an der weitläufigen Playa de Muro und in der Bucht von Port de Pollença. Dort werden die Lizenzen in diesem Jahr verlängert. Dort ist der Küstenabschnitt allerdings deutlich breiter und die Hüpfburg liegt 150 Meter vom Strand entfernt. (zap)

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