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Drogenclans verbünden sich

Bei der Operation "Nero" im Juni auf Mallorca. | Foto: P. Pellicer

La Soledat, Palma de Mallorca |

Die Rauschgiftkriminalität auf Mallorca ist trotz ständiger Polizeieinsätze nur schwer in den Griff zu bekommen. Jetzt berichtet die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora, dass sich bisher rivalisierende Clans offenbar verbündet haben. Laut Abhörprotokollen soll es enge geschäftliche Verbindungen zwischen Sinti und Roma in den Problemvierteln La Soledat und Son Banya sowie Schwarzafrikanern im Stadtteil Son Gotleu geben.

Im Mittelpunkt eines lebhaften Kokainschmuggels stand angeblich der im Juni festgenommene Bandenchef "El Pablo". Die Operationen "Ozon" (2010), "Schwedische Gardinen" (2013) und "Labyrinth" (2013) brachten im Stadtteil La Soledat nur begrenzte Erfolge. Allerdings hoffen die Ermittler, dass nach der Operation "Nero" im Juni 2015 nun zumindest ein Teil der Drogenhändler endgültig schachmatt gesetzt werden kann.

In Son Gotleu hat sich laut "Ultima Hora" am Dienstagmittag unterdessen eine Massenschlägerei zwischen rivalisierenden Sinti und Roma ereignet. An der Plaça Cosme Adrover gab es fünf Festnahmen und drei Verletzte. In diesem Fall ging es jedoch nicht um kriminelle Machenschaften, sondern um Streitigkeiten eines Liebespaars. Die Frau und der Mann gehören verfeindeten Clans an. (mic)

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