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Becker-Finca wird zum Treffpunkt

"Bauchi" (rechts) mit Steffi (links) und Besuch Melanie. | Thomas Zapp

| Artà, Mallorca |

Die Finca Son Coll in Artà erfreut sich kurz nach dem Einzug von "Jesus Bruder Bauchi" und Steffi großer Beliebtheit. Nach mehreren Medienberichten haben am Montag neugierige Touristen, Nachbarn und auch ein lokaler Fernsehsender vorbeigeschaut. In diesen Räumen hat der Tennisstar Boris Becker zeitweise gewohnt - oder auch nicht.

Einer der Besucher will bei Twitter gelesen haben, dass sich der Boris amüsiert über die Aktion. Er habe keine Finca auf Mallorca, ist auf dem Kurznachrichtendienst wohl zu lesen.

"Der kann hier gar nicht gewohnt haben. Die Küche ist noch unbenutzt", sagt "Bauchi", der sich nicht als Besetzer bezeichnet. Er sieht das Ganze eher als Experiment, bei dem er der verwahrlosten Finca wieder Leben einhauchen möchte. Wasserrohre und Kabel sind entwendet worden, dafür helfen Nachbarn mit Wasserlieferungen. Der Besuch heute hat eine alte Pumpe gefunden, vielleicht kann man die noch reparieren.

Gut in Schuss sind dagegen die Häuser der Bediensteten, sogar Getränke und Konserven stehen dort noch. Auch zwei Pferde grasen auf dem Grundstück. Sie sehen gepflegt aus, nur die Hufe müssen geschnitten werden. Wer sich um sie kümmert, das wissen die beiden Deutschen nicht.

Und auch die Guardia Civil hat mal "Hallo" gesagt. Angeblich habe jemand sich beschwert, weil auf dem Grundstück eine Feier stattfinde. Wer denn die ganzen Besucher seien, will einer der Polizisten wissen. Besuch und Journalisten, damit geben sie sich zufrieden. Auch "Bauchi" ist es. "Noch habe ich keine Probleme, eventuell könnte es welche geben", zitiert er einen Guardia Civil.

Für den 44-jährigen Dürener ist das eine Aufforderung, sein Projekt fortzuführen: Die Finca wieder herzurichten, immer vorausgesetzt man lässt ihn. "Aber schon eine Woche reicht um zu zeigen, was man bewegen kann", sagt er.

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