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Stark verwester Leichnam in Traumbucht auf Mallorca an Land gespült

Den Behörden zufolge handelt es sich um eine bislang nicht identifizierte männliche Person. Eine Obduktion soll Aufschlüsse über die Todesursache geben.

Die Cala Agulla im Osten Mallorcas | Foto: R.L.

| Palma, Mallorca |

In Capdepera im Norden Mallorcas ist die Leiche eines Mannes entdeckt worden. Der Körper befand sich nach Angaben der Guardia Civil bereits in einem "weit fortgeschrittenen Stadium der Verwesung". Die spanische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die Identität des Toten sowie die Umstände seines Todes zu klären.

Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, seien die Rettungsdienste am Dienstagmorgen über den Fund informiert worden. Konkret sei der Leichnam in der Cala Agulla entdeckt worden. Eine Streife der Guardia Civil aus Artà habe den Fundort daraufhin überprüft und sowohl die zuständige Kriminalpolizei als auch das Gericht verständigt. Nach bisherigem Wissensstand handle es sich um einen Mann, der aufgrund fehlender Ausweispapiere bislang nicht identifiziert werden konnte.

Gegen 10 Uhr habe die Justiz den Leichnam freigegeben, meldete die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora". Er sei anschließend in das Institut für Rechtsmedizin gebracht worden, wo eine Obduktion vorgenommen werden soll. Diese solle Aufschluss über die Todesursache geben und möglicherweise auch zur Identifizierung des Mannes beitragen.

Die Behörden schließen nicht aus, dass es sich um einen Bootsmigranten handeln könnte, der beim Versuch ums Leben kam, die Balearen auf dem Seeweg zu erreichen. Bestätigt sich dieser Verdacht, wäre es der erste Fund eines toten Migranten an den Küsten des Archipels in diesem Jahr. Im Jahr 2025 wurden nach Angaben des Madrider Regierungsdelegierten auf den Balearen, Alfonso Rodríguez, 63 tote Migranten gezählt.

Die Ermittlungen dauern an. Weitere Angaben wollten die Behörden mit Verweis auf das laufende Verfahren zunächst nicht machen.

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