Im Hafen von Palma de Mallorca ist ein 74 Jahre alter Mann festgenommen worden, der mutmaßlich rund 44 Kilogramm Kokain in seinem Fahrzeug geschmuggelt haben soll. Die Drogen waren in einem professionell präparierten Hohlraum unter dem Fahrzeugboden versteckt. Der Mann war mit einer Linienfähre von Barcelona nach Mallorca übergesetzt.
Nach Informationen der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" erfolgte der Zugriff am Mittwochmorgen im Rahmen einer gemeinsamen Kontrollaktion der Guardia Civil und der spanischen Zoll- und Steuerbehörde Agencia Tributaria. Wie die Ermittler mitteilten, wurden beim Anlegen der Fähre Fahrzeuge stichprobenartig überprüft. Dabei kam auch ein Drogenspürhund zum Einsatz, der bei dem Fahrzeug des Seniors auch prompt anschlug.
Bei der anschließenden Durchsuchung entdeckten die Beamten einen doppelten Boden, in dem insgesamt 38 Pakete mit Kokain verborgen waren. Das Bruttogewicht der sichergestellten Drogen belaufe sich auf 44 Kilogramm, teilten den Behörden mit. Zusätzlich stellten die Einsatzkräfte 5.200 Euro Bargeld sicher. Ein chemischer Schnelltest habe noch vor Ort den Verdacht bestätigt, dass es sich um Kokain handele.
Der geschätzte Marktwert der beschlagnahmten Drogen beläuft sich nach Angaben der Guardia Civil auf rund 1,18 Millionen Euro. Der Fahrer des Fahrzeugs wurde noch vor Ort festgenommen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des Drogenhandels ermittelt. Er sollte einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.